13.01.2020 07:40 |

Spitzenreiter Kärnten

„Zu viel“: 42 Drogentote in zwei Jahren in Kärnten

Als „stabil“ wird die Drogensituation in Österreich in einer Studie im Auftrag des Sozialministeriums eingestuft. Für Kärnten bedeutet das aber nicht unbedingt Gutes: Denn mit sieben Todesopfern pro 100.000 Einwohner sind wir mittlerweile trauriger Spitzenreiter der Statistik - noch vor Wien. Auch Drogenlenker stellen ein Problem dar - sie sind im Visier der Fahnder.

Für Gesundheitsreferentin Beate Prettner war 2018 ein „statistischer Ausreißer“ - da kamen in Kärnten nach ihren Angaben 27 Menschen durch Suchtgift ums Leben. Andere Zählungen ergaben 24 Opfer. Was auch zeigt, wie undurchsichtig die Lage wirklich ist. Eine Sichtweise, wo die Toten an der Einwohnerzahl gemessen werden, sieht Kärnten als traurigen Spitzenreiter noch vor Wien und Tirol.

Prettner: „Jedes Suchtopfer ist eines zu viel“
Im Vorjahr soll es zumindest eine Besserung gegeben haben: Nur noch 15 Drogentote werden als Erfolg für Kärntens „Drogenpaket“ gewertet. Wobei Prettner hinzufügt, dass „jedes einzelne Suchtopfer sehr bedauerlich und eines zu viel ist“. Kärnten bemühe sich, das Beratungs- und Therapieangebot auszubauen. So wurden entsprechende Plätze um 350 auf 1770 aufgestockt, in Wolfsberg wird etwa gerade ein neues Zentrum aufgebaut.

Der Suchtgiftbericht des Sozialministeriums hat aber auch gute Nachrichten parat. So gäbe es laut den Experten weniger junge Opiatabhängige. Und auch bei den Nikotinsüchtigen - Nikotin wird als Droge Nummer 1 gewertet - habe sich die Zahl jugendlicher Raucher in den vergangen Jahren halbiert.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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