06.01.2020 07:30 |

77. Golden Globes

Moderator schockt mit Witzen über IS und Epstein

Komiker Ricky Gervais hat bei seiner fünften Moderation der Golden Globes am Sonntag in Los Angeles erneut mit vielen kontroversen Sprüchen durch den Abend geführt. „Es war ein großes Jahr für Pädophilie-Filme. ,Surviving R. Kelly‘, ,Leaving Neverland‘, ,The Two Popes‘“, sagte der 58-jährige Komiker gleich zu Beginn der Verleihung zu Filmen über R. Kelly, Michael Jackson und die römisch-katholische Kirche.

Als einige der Anwesenden darüber das Gesicht verzogen, sagte der Brite: „Haltet den Mund! Ist mir egal.“

Die ganze Golden-Globes-Rede von Ricky Gervais gibt es in diesem Tweet zu sehen:

Dann lästerte Gervais noch über seine eigene Netflix-Serie „Afterlife“, bei der ein Mann Suizid begehen will, weil seine Frau an Krebs gestorben ist. „Okay Spoiler-Alarm, Staffel zwei ist auf dem Weg, am Ende hat er sich also offensichtlich nicht selbst getötet - genau wie Jeffrey Epstein!“ Eine Anspielung darauf, dass es viele Verschwörungstheorien um den Suizid des berühmten Investmentbanker und verurteilten Sexualstraftäter gibt.

Zur Serie „Morning Show“, die beim Streamingdienst Apple+ läuft, bemerkte Gervais: „Ein fantastisches Drama darüber, wie wichtig es ist, Würde zu bewahren und das Richtige zu tun - gemacht von einer Firma, die in China Sweatshops betreibt.“ Apple-Vorstandschef Tim Cook war ebenfalls im Saal und wahrte ein ruhiges Gesicht. Gervais ergänzte: „Die Unternehmen, für die ihr arbeitet: Apple, Amazon, Disney (...) Wenn ISIS einen eigenen Streamingdienst starten würde, würdet ihr euren Agenten anrufen.“

Zitat Icon

Wenn ISIS einen eigenen Streamingdienst starten würde, würdet ihr euren Agenten anrufen.

Ricky Gervais

Der britische Komiker legte nach: „Ihr seid nicht in einer Position, in der ihr die Öffentlichkeit über irgendetwas belehren könntet. Ihr wisst nichts über die wahre Welt - die meisten von euch haben weniger Zeit in der Schule verbracht als Greta Thunberg.“

Gervais ist für seine bissigen Moderationen der von Hollywoods ausländischen Filmjournalisten ausgerichteten Gala berühmt. Er leitete am Sonntag den Abend ein mit: „Zum Glück kann die Hollywood Foreign Press Association kaum Englisch und sie haben keine Ahnung, was Twitter ist.“

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