Debatte in OÖ

Lehrer-Postenplan: 192,6 Dienststellen gestrichen

Neues Jahr, altes Lied! Die SPÖ übt wieder einmal heftige Kritik an der Bildungspolitik des Landes. Grund ist unter anderem die im Budgetlandtag beschlossene Streichung von 192,6 Dienstposten bei Volks- und Mittelschullehrern für das laufende und das kommende Schuljahr. Die Kürzung ist laut SP-Landespolitikerin Sabine Promberger absurd, da die Zahlen der Schulkinder stets steigen.

„Weniger Lehrer für mehr Schulkinder. Das bedeutet Rückschritt im oberösterreichischen Schulwesen“, sieht die SP-Bildungssprecherin Sabine Promberger in der Verringerung des Dienstpostenplans der Landeslehrer einen bildungsfeindlichen Kurs der schwarz-blauen Regierungsmehrheit im Landtag. Im Plan für die Schuljahre 2019/20 sowie 2020/21 sind demnach nur noch 11.426,9 statt wie im Schuljahr 2018/19 exakt 11.655,6 Dienstposten vorgesehen. „Die Kürzung des Dienstpostenenplans passt halt zur ÖVP-Schulpolitik. Es geht nicht nur um die Kürzung der Lehrerstellen. Auch das Schulsanierungsbudget wird gekürzt, obwohl jede dritte Schule ein Sanierungsfall ist“, wettert Promberger.

Bildungsdirektor spricht von neuer Berechnung
Die Bildungsdirektion des Landes sieht in den Dienstpostenplan-Entwürfen keine Kürzungen. In den letzten Jahren wurden dem Bund, der die Finanzierung gewährleistet, stets Dienstpostenzahlen übermittelt, die dann nach unten korrigiert wurden. Dieses Prozedere hat man sich nun ersparen wollen. Bildungsdirektor Alfred Klampfer: „Wir haben die zwei Berechnungsmodelle vereinheitlicht. Es wird aber nichts gekürzt, kein Lehrer entlassen.“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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