30.12.2019 06:00 |

1661 Asylanträge

Kroatien: Heuer schon fast 1000 Schlepper gefasst

Die kroatische Polizeidirektion zieht in Sachen Flüchtlingsströme kurz vor Silvester Jahresbilanz - und schlägt Alarm: Bis 27. Dezember habe man nicht weniger als 976 Schlepper gefasst, exakt 1661 Flüchtlinge hätten in Kroatien um Asyl angesucht. Mehr als 70 Prozent von ihnen jedoch „missbräuchlich“ - sie zogen vor Verfahrensende weiter nach Österreich.

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Jüngst auf einer Tankstelle an der Autobahn nahe Zagreb: Polizisten hatten den richtigen Riecher und nahmen einen Lkw mit deutschen Kennzeichen unter die Lupe. Trotz Aufforderung wollte der türkische Chauffeur das Führerhaus nicht verlassen - stattdessen stieg er aufs Gas. Samt einem Uniformierten, der an der Fahrertür hing, krachte der Lkw nach 15 Metern dann gegen einen Streifenwagen.

Der Lenker wollte naturgemäß nicht grundlos flüchten: Aus dem Laderaum seines Gefährts befreiten die Polizisten insgesamt 15 Flüchtlinge. Allesamt wollten nach Österreich bzw. Deutschland. Es war laut präsentierter Bilanz Schlepper Nummer 976, der kroatischen Behörden in diesem Jahr ins Netz ging.

Migranten von Schleppern in Holzkiste gesperrt
Bereits im November fanden Polizisten in der Nähe von Zagreb auf der Ladefläche eines Kastenwagens, der in Richtung unserer Grenze fuhr, eine Holzkiste. Neun Flüchtlinge (auch Kinder) rangen darin zusammengepfercht auf engstem Raum um Luft (siehe Bilder unten).

Indes suchten 1661 Flüchtlinge um Asyl an. In mehr als 70 Prozent der Fälle mussten die Verfahren jedoch eingestellt werden, weil die Antragsteller das Weite gesucht haben. „Ein Beweis dafür, dass der Großteil der Flüchtlinge den internationalen Schutzmechanismus missbraucht und eigentlich nur aus wirtschaftlichen Gründen die Reise angetreten hat“, wie es in der Presseaussendung heißt.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung/krone.at

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