18.12.2019 12:27 |

Der Film „Die Rüden“

Gewalttäter lernen von aggressiven Hunden

Was können wir von aggressiven Hunden lernen? Der Film „Die Rüden“ nähert sich auf eindrucksvolle Weise diesem sensiblen Thema. Es geht um vier verurteilte Gewaltstraftäter, drei hochgradig bissige Vierbeiner und eine Hundetrainerin.

Im Jahr 2012 kam es zu einer Begegnung der Filmemacherin Connie Walther mit der Hundetrainerin Nadin Matthews, später wurde durch Schauspielerin Sabine Winterfeldt der Kontakt zur Justizvollzugsanstalt in Wriezen hergestellt. Dort leitete die Expertin für Hundeverhalten gemeinsam mit Diplom-Psychologe Robert Mehl ein Seminar zum Thema „Aggression“ - unter Anwesenheit von Hunden, die von der Gesellschaft schon abgeschrieben wurden. Basierend auf Erfahrungen aus diesem therapeutischen Projekt entstand nun der Film „Die Rüden“.

Aggressive Hunde treffen auf jugendliche Gewaltstraftäter - eine spannende Kombination. Nadin Matthews: „Wir hatten gleich am ersten Tag eine Situation, wo sich ein Hund von einer Kette losgerissen und den gefährlichsten Jungen aus der Gruppe attackiert hat.“ Der Täter war zuvor vor allem dadurch aufgefallen, wahllos Passanten auf der Straße zusammengeschlagen zu haben. „Der hat dann nach dem Hundeangriff gesagt ‘Oh Gott, so ging es also meinen Opfern‘“, erinnert sich Matthews.

Die Hunde profitierten vom Film
Die drei Hunde „Diego“, „Face“ und „Georgie“ konnten durch das Mitwirken am Film übrigens vor der Todesspritze oder dem Dahinvegetieren im Tierheim bewahrt werden - alle drei befinden sich bei Spezialisten im Hundezentrum Mittelfranken. „Die Rüden“ lief Anfang Dezember bei der Filmschau Baden-Württemberg, beide Vorführungen waren ausverkauft. Im Frühjahr 2020 soll der Film im Kino anlaufen.

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