Nach dem starken neunten Platz bei der Heim-EM im Jänner steht Österreich mit der vierten WM-Teilnahme nach 1938, 1958 und 1993 damit das nächste Großereignis ins Haus. Die Auslosung der vier Sechser-Gruppen erfolgt am 9. Juli in Göteborg, mit etwas Glück könnte der EM-Neunte sogar in Lostopf zwei rutschen.
Gespielt wird das Turnier in Malmö, Lund, Kristianstad, Göteborg, Skövde, Jönköping, Linköping und Norrköpping. "Ich bin unheimlich stolz, dass sich Österreich für eine WM qualifiziert hat", meinte Sigurdsson nach Schlusspfiff der Partie, in der die ÖHB-Truppe nie mit mehr als sechs Treffern in Rückstand gelegen war.
"Die schönste Niederlage meiner Karriere", jubelte Bernd Friede, der hinter dem einmal mehr überragenden Kapitän Viktor Szilagyi (6 Tore) mit fünf Treffern so wie Roland Schlinger (ebenfalls 5) zweitbester Österreich-Torschütze war. "Es fühlt sich wunderschön an", freute sich auch Österreichs Generalsekretär Martin Hausleitner, der mit den Spielern auf dem Gruppenfoto samt österreichischer und schwedischer Flagge posieren durfte.
Abgang von Erfolgscoach Sigurdsson droht
Getrübt werden könnte die Euphorie rund um die Österreicher durch den drohenden Abgang von Teamchef Sigurdsson. "Es ist eher unwahrscheinlich, dass ich Österreich bei der WM betreue", ließ sich Sigurdsson nach der geschafften Quali erstmals ein wenig in die Karten blicken.
Der Isländer dürfte von seinem deutschen Arbeitgeber Füchse Berlin keine Erlaubnis für ein weiteres Engagement als ÖHB-Teamchef erhalten. "Ich sage weder Ja noch Nein, es liegt nicht in meinen Händen. Ich glaube aber nicht, dass man zusammenkommen wird", so Sigurdsson, bevor er sich Minuten später mit seiner Familie Richtung Berlin verabschiedete.
Trotz des glatten Vorsprungs hatten sich die Österreicher gewissenhaft aufs Rückspiel vorbereitet, von Montag bis Freitag hatte die Sigurdsson-Truppe im norddeutschen Nordhorn ein Teamcamp aufgeschlagen. Sorgen musste man sich um die Quali eigentlich nie machen, lediglich beim Stand von 10:6 (14.) für die Oranjes witterten die Hausherren kurzfristig ihre Chance. Doch die Klasse von Leuten wie Goalie Nikola Marinovic oder Szilagyi ließ nie echte Zweifel über den Aufsteiger aufkommen.
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