03.12.2019 19:00 |

Bald auf dem Markt

Mit Grazer Know-how gegen die Bienenpest

Faulbrut - das ist eine Krankheit, vor der sich jeder Imker fürchtet, weil sie die Bienenlarven im großen Stil vernichtet. Junge Forscher der Grazer Uni haben dagegen jetzt eine Technologie entwickelt, welche die Larven schützt, sich über Wachs in Bienenstöcke einbringen lässt und sogar günstig in der Anwendung ist. Schon ab Ende nächsten Jahres sollte die Methode dem Plan nach im Handel sein.

Varroa-Milbe, Pestizide, zu wenig Nahrung durch eintönige Landwirtschaft - die Bienen haben große Probleme. Auch der Klimawandel setzt ihnen zu. „Normalerweise würden sie jetzt schon ihren Stoffwechsel herunterfahren und im Stock in engen Trauben um die Königin sitzen, um diese zu wärmen“, weiß Andreas Fritsch von der steirischen Imkerschule. „Stattdessen brüten sogar noch einige! Da sie noch Futter finden und in den letzten Wochen die Temperaturen hoch genug waren.“ Solche Bruten aber sind anfällig für Milben.

Wovor sich weltweit jeder Imker fürchtet, ist die Faulbrut. Ein Erreger nistet sich dafür in den Larven ein, infiziert und vernichtet sie. Während andere Länder dagegen in großem Stil Antibiotika einsetzen und den Rückstand davon im Honig haben (!), ist das bei uns streng verboten; doch der Stock wird vernichtet.

Erwachsene Bienen haben eine lecithinähnliche Substanz, die gegen Faulbrut resistent macht. Forschern der Grazer Uni ist es jetzt gelungen, die Substanz zu isolieren und über das Wachs in Bienenstöcke zu den Larven zu schleusen. Derzeit laufen noch Feldversuche, geht’s nach Plan, will man damit auf den Markt.

Christa Bluemel
Christa Bluemel
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