03.12.2019 15:40 |

Ab 6. Dezember

Hirtenadvent: Ganz im Sinn der Reiser-Tradition

„Schlichte Tradition ganz im Sinne der Reisers – mit den Hirterbuben als zentrales Element“, so beschreibt Josef Radauer seinen Salzburger Hirten-Advent, der am 6. Dezember in der Großen Aula Premiere hat. Als ein im alpinen Volksliedergut verwurzelter Gegenentwurf zum Hochglanz-Adventsingen im Festspielhaus.

Josef Radauer, seit 30 Jahren („ein Jubiläum, habe gar nicht daran gedacht“) als Kontrabassist mit der Camerata verbunden und zuletzt auch beim Fazil Say Dialoge-Abend im Einsatz, war als kleiner Seppi selber schon Hirterbub: „Von 1969 bis 1976“, erinnert sich der Vollblutmusiker an seine Advent-Anfänge. Damals alles im Zeichen des Ereignisses, das Tobi und Tobias Reiser prägten.

„Wir spielen viele klassische Kompositionen, Mozart, aber auch Neues“, sagt der Bassist. Ausgangspunkt des Stückes „Hast an Engel g’hört?“ ist die sozialphilosophische Frage, warum manche Benefizaktionen auf offene, andere auf taube Ohren stoßen. „Sternsinger und Anglöckler gehören da dazu“, erklärt Radauer, dessen gleichnamiges Familienensemble eine Herzkammer der Herzenssache im Advent ist. Für ihn, so Sepp, sei diese Jahreszeit sowas wie der Sonntag, wenn man das ganze Jahr als eine Woche betrachtet. „Da lass ich alles ruhiger und eben besinnlicher angehen.“

Der Engel ist in der Hirtengeschichte, so die Kernbotschaft, eigentlich der Mitmensch. Sepp freut auch sehr, dass die erste Reiser-Orgel Opus 1 aus der Werkstatt von Hermann Öttl ertönt und Andreas Gassner, ein äußerst verdienter Salzburger Chorexperte (Vox Cantabilis, Kirchenchor der Erzdiözese) auch sein Chorleiter ist. „Rund 50 Mitwirkende sind auf der Bühne“, die seit 2006 in der Großen Aula bespielt wird. „All das in der schlichten Tradition des ursprünglichen Reiser-Advent.“

Roland Ruess
Roland Ruess
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