Tür eingetreten

Mutter rettet Tochter (18) vor Erstickungstod

In letzter Sekunde wurde Montagfrüh eine Mutter in Linz-Urfahr zur Lebensretterin. Sie brach die Tür zum Badezimmer auf, fand dort ihre bewusstlose Tochter. Beim Betreten der Wohnung schlug der Kohlenmonoxid-Warner der Rettungskräfte an. Die 18-Jährige wurde ins Spezial-Klinikum Graz eingeliefert

„Leblose Person im Bad“, so lautete Montagfrüh die Alarmierung des Samariterbunds in Linz. Eine 18-Jährige wollte sich im Badezimmer duschen. Als die Mutter lange nichts hörte, trat sie die Badezimmertür ein, fand ihre Tochter bewusstlos vor und rief die Retter. Beim Betreten der Wohnung schlug der Kohlenmonoxid-Warner sofort Alarm.

„Crash-Rettung“
„Es handelte sich um eine sogenannte Crash-Rettung. Es musste alles ganz schnell gehen. Das Mädchen konnte aus der Gefahrenzone gerettet werden. Eine Selbstrettung wäre definitiv nicht mehr möglich gewesen“, schildert Dietmar Hager vom Samariterbund den wilden Einsatz. Die 18-Jährige musste wegen des Verdachts auf eine Kohlenmonoxidvergiftung in das Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern nach Linz eingeliefert werden. Später wurde sie zu Spezialisten ins Klinikum Graz verlegt.

Farb-, geruch,- und geschmackloses Gas
Die ebenfalls zur Hilfe gerufenen Monteure der Linz AG sperrten die Anlage ab. Der Vorfall dürfte durch einen Mangel in der Abgasführung der Gastherme ausgelöst worden sein. Eine Behebung wurde in Auftrag gegeben, solange diese nicht durchgeführt wurde, bleibt die Anlage gesperrt. Das Gefährliche bei einem Kohlenstoffmonoxidaustritt ist, dass das Gas farb-, geruch- und geschmacklos ist. Bereits kleine Mengen von CO führen zu einer Vergiftung. Die ersten Anzeichen sind Kopfschmerzen, Schwindel und Brechreiz. Ab einem gewissen Wert (800 ppm) kommt es zur Bewusstlosigkeit und Gliederzucken.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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