20.11.2019 07:31 |

Rückgang seit 2014

2018 gab es weltweit weniger Terroropfer

Die Zahl der weltweiten Terroropfer ist im vergangenen Jahr das vierte Mal in Folge gesunken. 2018 starben durch Terrorismus weltweit 15.952 Menschen. Verglichen mit 2014, dem bisher schlimmsten Jahr, ist das ein Rückgang um mehr als 50 Prozent. Im Jahr 2017 waren noch 25.673 Menschen durch Terrorismus ums Leben gekommen.

Auch in Europa, inklusive der Türkei, waren 2018 erheblich weniger Terrortote zu beklagen als noch im Vorjahr. Waren 2017 noch mehr als 200 Menschen durch die Hand von Terroristen gestorben, waren es 2018 noch 62. Das geht aus dem Globalen Terrorismus-Index der Denkfabrik IEP (Institute for Economics and Peace) hervor, der am Mittwoch in London veröffentlicht wurde.

In Afghanistan verschlimmerte sich die Lage
Erstmals seit 2003 war der Irak im vergangenen Jahr nicht mehr das am meisten betroffene Land. Dort sank die Zahl der Terroropfer um 75 Prozent auf 1054. Den traurigen Rekord hält nun Afghanistan. Dort starben im vergangenen Jahr 7379 Menschen durch Terrorismus, knapp 60 Prozent mehr als 2017. Entsprechend lösten die Taliban die Terrormiliz Islamischer Staat als tödlichste Gruppe ab.

Auch in Nigeria, Mali und Mosambik verschlechterte sich die Situation deutlich. Nigeria verzeichnete im vergangenen Jahr 2040 Terroropfer. In Sub-Sahara-Afrika wurden damit erstmals mehr Terroropfer registriert als in der Region Naher Osten und Nordafrika.

Bedrohung durch rechtsextremistischen Terror gestiegen
Dafür stieg die Bedrohung durch rechtsextremistischen Terrorismus. In den vergangenen fünf Jahren verdreifachte sich die Zahl der terroristischen Angriffe durch rechtsextreme Täter in Europa, Nordamerika und Ozeanien (Australien und Neuseeland). Im Jahr 2018 starben 26 Menschen weltweit durch rechtsextremen Terrorismus. Im laufenden Jahr bis Ende September waren es bereits 77 Tote. Trotzdem ist der Anteil rechtsextremer Terroropfer an der Zahl der weltweiten Terrortoten noch immer gering. Für die meisten Opfer waren islamistische Gruppen verantwortlich.

Der wirtschaftliche Schaden, der 2018 durch Terrorismus entstanden ist, wird von dem Institut auf 33 Milliarden US-Dollar (rund 30 Milliarden Euro) geschätzt.

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