18.11.2019 12:12 |

Radsport

Zwei Felgen-Killer werden Profis

Mit 21 Jahren erfüllt sich für Christoph Schößwendter ein Traum: Der Radsportler aus Maria Alm, der bislang für das Radteam Tirol in die Pedale trat, wechselt 2020 zum deutschen Conti-Team Maloja Pushbikers.

„Das ist ein sehr wichtiger Schritt für mich“, strahlt Schößwendter, der bei den österreichischen U23-Zeitfahr-Titelkämpfen auf dem starken siebenten Platz landete. Allerdings soll der Wechsel nur ein Zwischenschritt für den Pinzgauer sein. „Mein großes Ziel ist es, eines Tages den Sprung in ein World Tour-Team zu schaffen.“ Den Transfer nach Deutschland eingefädelt hat Rupert Hödlmoser.

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„Wenn sich Christoph in einer Rennsituation wohlfühlt, schlägt er beinhart zu und schaltet seine Gegner aus."

Rupert Hödlmoser, Sportlicher Leiter Maloja Pushbikers

Der St. Gilgener werkte bis vor kurzem ebenfalls beim Radteam Tirol, wird aber als sportlicher Leiter der Pushbikers nun quasi auch Profi. „Auch wenn man es ihm abseits der Rennen nicht ansehen mag: Christoph ist auf dem Rad ein Killer“, erklärt der 31-Jährige, der bislang hauptberuflich in einem Radshop am Fuschlsee arbeitete. „Wenn er sich im Rennen wohlfühlt, schlägt er beinhart zu und schaltet seine Gegner der Reihe nach aus.“ Das Verhältnis der beiden Salzburger ist ganz speziell. „Ich kenne Rupi schon sehr lange, würde ihn sogar als einen Freund bezeichnen“, sagt Schößwendter. „Aber sobald ich auf dem Rennrad sitze, ist er mein Chef.“

Als Boss weiß Hödlmoser auch, wo sein Schützling aktuell Defizite hat: „Wenn es länger bergauf geht. Aber das kriegen wir noch in den Griff.“ Das wäre auch im Hinblick auf die Saisonplanung wichtig. Denn: Neben Rennen in Deutschland will das Salzburger Rad-Duo auch auf heimischen Straßen angreifen. „Die Rad-Bundesliga ist ein Thema“, verrät Hödlmoser. „Auch ein Start bei der Ö-Tour wäre eine tolle Sache für das gesamte Team.“

Peter Weihs
Peter Weihs
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