16.11.2019 06:00 |

Zwei Primare gehen:

Schwierige Suche nach Spitzen-Ärzten im Spital

Können die SALK 2020 zwei Spitzen-Ärzte für Top-Positionen gewinnen? An der Doppler-Klinik geht zweimal eine Ära zu Ende. Der weitherum bekannte Primar für Kinder- und Jugendpsychiatrie Leonhard Thun-Hohenstein geht. Und auch die Neuroradiologie – noch unter Mark Mc Coy – bekommt einen neuen Chef.

Der Kinder- und Jugendpsychiatrie steht ein Umbruch in der Chefetage bevor. Langzeit-Vorstand Leonhard Thun-Hohenstein verabschiedet sich Ende 2020 in den Ruhestand. Die Landeskliniken haben die Stelle jetzt schon ausgeschrieben. SALK-Chef Dozent Paul Sungler: „Wir wissen, dass es sich um ein Mangelfach handelt und bemühen uns deshalb früh um eine Nachfolge.“ Thun-Hohenstein eilt österreichweit ein exzellenter Ruf voraus. Er ist ein Sprachrohr für Jugendliche mit kranker Seele, startete auch innovative Projekte, sprach in Vorträgen über Wege aus der Angst und weist auch mit Beharrlichkeit immer wieder darauf hin, wie wichtig bei psychischen Problemen eine frühe Versorgung ist.

Sein(e) Nachfolger(in) kann sich in Salzburg über ein modernes Umfeld freuen: Erst heuer im Juni wurde die neue Jugendpsychiatrie sechs Monate früher als geplant fertig. 11,2 Millionen Euro wurden investiert. Es gibt jetzt mehr Platz (30 Betten, auch eine Tagesklinik), mehr Licht und deutlich mehr Therapie-Angebot.

Neuroradiologie ist wieder eigenes Institut


Die Neuroradiologie – ein komplexer Teilbereich der Radiologen, wo es vorwiegend um Gehirn und Wirbelsäule geht – ist auch von laufenden Umstrukturierungen betroffen. Früher war die Klinik schon einmal ein eigenes Institut, wurde dann im Zuge des Masterplans (wieder abgesagt) als Sonderdepartement der Radiologie zugeordnet und ist jetzt wieder eigenständig. Sungler: „Das macht auch fachlich Sinn.“ Die Neuroradiologie entwickelt sich immer mehr zu einem hochspezifischen Bereich. Auch die Teleradiologie soll massiv ausgebaut werden.

Mc Coy – Visionär und in seiner Jugend sogar Olympiasportler – bleibt auf jeden Fall bis zum Sommer. Ab Oktober soll hier ein neuer Ordinarius berufen werden.

Der harte Kampf um die besten Mediziner


Problematische Nachbesetzungen von Primaren gab es auch in der Vergangenheit bereits: Salzburg muss sich auch bei Gehaltsvorstellungen einem harten Wettbewerb stellen. Auf der Urologie wurde nach dem Abgang von Professor Günter Janetschek ein deutscher Kollege aus dem hohen Norden berufen und schon nach kurzer Zeit wieder abberufen. Mittlerweile ist die Klinik bei Vorstand Lukas Lusuardi in guten Händen. Bernhard Paulweber übernahm die Innere Medizin I., wo lange Christian Datz favorisiert wurde.

An einigen Kliniken setzten sich aber auch „Hauskandidaten“ durch. Bestes Beispiel: Augen-Primar Herbert Reitsamer war der Wunsch von Langzeit-Vorstand Günther Grabner.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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