15.11.2019 12:30 |

Vor US-Rennen

Schmidhofer: „Nicht mit Jetlag auf Piste stehen“

Die steirische Skirennläuferin Nicole Schmidhofer hofft nach nicht optimal verlaufener Vorbereitung auf gute Trainingstage in Copper Mountain. Am Sonntag erfolgt die Abreise in die USA, nach der Akklimatisierung sind acht Schneetage geplant. Im Winter ohne Großereignis will sie einen weiteren Schritt nach vorne machen und noch öfter in den Weltcuprennen in die Top fünf fahren.

„Je besonderer die Vorbereitung, desto interessanter die Saison“, sagte Schmidhofer am Freitag bei einem Sponsorentermin in Wien. Im Frühjahr sei sie krank gewesen, dann habe sie eine Adduktorenzerrung gebremst. Das Training in Chile sei gut verlaufen, allerdings musste sie im Oktober wegen Hüftschmerzen - resultierend wohl aus einer Schonhaltung - wieder eine Pause einlegen und viele Therapie-Einheiten machen.

Gewichtszunahme als Ziel
Sei sie vor einem Jahr voll fit gewesen, so sei die Ausgangsposition heuer „nach dem umständlich verlaufenen Sommer und mühsamen Wochen“ eine andere. Sie sei aber positiv gestimmt. „Ich war zwei Tage am Dachstein Gleitkurvenfahren, das war okay und hat funktioniert. Auch das Riesentorlauf-Training in Zillertal war interessant. Jetzt kommen die wichtigsten Trainingstage in Amerika. Ich hoffe, dass ich vom Level dahinkomme, wo ich im Frühling aufgehört habe.“ Zudem will sie bis zu den Speed-Rennen in Lake Louise (6. bis 8. Dezember) noch etwas an Gewicht zulegen. „Das Gewicht war letztes Jahr ein entscheidender Punkt.“

Noch öfters aufs Podest
Sie wisse, dass sie Teil einer der besten Mannschaften der Welt sei, das sei im Training ein guter Anhaltspunkt. Zulegen könne sie noch im Startbereich und bei Sprüngen. Darauf und auf ein paar andere Dinge sei auch der Schwerpunkt gelegt worden. „Ich möchte einen weiteren Schritt nach vorne machen. Die letzte Saison war schon sehr gut. Aber es waren auch Ergebnisse von 10 bis 15 dabei. Ich will noch öfters unter die ersten fünf und auf das Podest.“ Abgehakt ist vorerst das Speedski-Projekt („Zu gefährlich“), die WM-Vierte will dies erst nach ihrer aktiven Alpin-Karriere wieder in Angriff nehmen.

Schmidhofer bildet auf der Übersee-Reise die Vorhut der österreichischen Speed-Girls (Rest fliegt Mittwoch). Sie peilt zuerst Los Angeles an und schaut sich ein Spiel im American Fotoball zwischen den Rams und den Chicago Bears an, auch ein Besuch bei den Los Angeles Lakers ist ein Thema. „Ich bin schon in den letzten Jahren wegen der Umstellung immer früher geflogen, ich will nicht mit dem Jetlag auf der Piste stehen“, sagte die 30-Jährige.

krone Sport
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