Fußball-Weltmeister Brasilien hat zum siebten Mal die Südamerika-Meisterschaft gewonnen. Mit einer B-Elf schlug die "Selecao" im Endspiel der "Copa America" am Sonntag in Perus Hauptstadt Lima den Erzrivalen Argentinien im Elfmeterschießen mit 4:2.
In der regulären Spielzeit hatte Brasilienerst in der dritten und letzten Minuten der Nachspielzeit dasTor zum 2:2 (1:1)-Endstand erzielt. Argentinien und der "Copa"-DritteUruguay bleiben mit je 14 Titeln Rekordsieger des seit 1916 ausgetragenen,ältesten internationalen Turniers.
Christian Gonzalez hatte vor 45 000 Zuschauer dieArgentinier in der 20. Minute per Foulelfmeter in Führunggebracht. Mit dem Halbzeitpfiff köpfte Luisao den Ausgleich.Nach der erneuten Führung der "Gauchos" durch CésarDelgado (87.) traf Turnier-Torschützenkönig Adrianovon Inter Mailand in der letzten Sekunde des Spiels zum 2:2.
Die Argentinier verschenkten durch zwei Unachtsamkeitenin der Abwehr den Sieg, den sie auch nach Meinung brasilianischerFernsekommentatoren verdient gehabt hätten. "Die Argentinierwaren deutlich besser und hatten auch die besseren Torchancen",meinte auch der frühere Starnationalspieler Falcao. Die Rivalitätzwischen den beiden "Giganten" Südamerikas wurde am Endeder regulären Spielzeit deutlich, als gegenseitige Provokationenvon Spielern und Mitgliedern der Trainerteams in der Mitte desFeldes fast zu einer Schlägerei führte. Schieds- undLinienrichter sowie Polizisten konnten die Gemüter vor demElfmeterschießen nur mit größter Mühe beruhigen.
Die Brasilianer traten bei der 41. "Copa America"mit einer B-Elf ohne die Superstars um Ronaldo, Ronaldinho, Kaka,Cafu und Roberto Carlos an. Neben Adriano, der in sechs Begegnungensieben Tore schoss, konnten sich vor allem zwei "Bundesligisten"für einen Stammplatz empfehlen: Bayer Leverkusens InnenverteidigerJuan und Außenläufer Gustavo Nery, die Neuerwerbungvon Meister Werder Bremen. "Beide haben vor allem sehr viel Persönlichkeitgezeigt", meinte der Ex-Nationalspieler Casagrande.
Wie im Elfmeterschießen im Halbfinale gegenUruguay avancierte wieder der Torhüter von Flamengo Rio deJaneiro, Julio Cesar, zum Mann des Abends. Er parierte den erstenvom Wolfsburger Andrés DAlessandro getretenen Elfmeterder Argentinier. Da der zweite argentinische Schütze, GabrielHeinze, über das Tor schoss und alle vier Brasilianer insNetz trafen, war die Entscheidung eine klare Sache.
Die "Copa America" wird seit 1916 ausgetragen undgilt als ältestes internationales Fußball-Turnier.Der Wettbewerb wird traditionell von den Rio de la Plata-NachbarnArgentinien und Uruguay beherrscht, die je 14 Titel gewannen.Mit nur sechs Titeln folgt der fünffache Weltmeister Brasilienin dieser Rangliste erst auf Platz Drei.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.