14.11.2019 06:53 |

Schlacht gegen Djoker

Dominic Thiem: „Das war etwas für die Ewigkeit!“

Gruppensieger! Als erster Österreicher überhaupt im Semifinale des Tennis-Masters! Mit dem denkwürdigen 6:7-6:3-7:6-Triumph über den Serben Novak Djokovic im „Tennis-Thriller von London“ schrieb Dominic Thiem österreichische Sportgeschichte. Auch er selbst wirkte beeindruckt. Ja, fast überwältigt. Und danach sprach der 26-Jährige erschöpft, aber offen über seine Angriffstaktik, seine Emotionen, seine Verkühlung - und natürlich auch darüber, was man im weiteren Verlauf dieses Turniers von ihm erwarten kann. Heute spielt Thiem im abschließenden Gruppenspiel gegen Matteo Berrettini - mit sportkrone.at sind Sie natürlich wieder live dabei!

„Krone“: Dominic, dieses Match hat alle begeistert, förmlich mitgerissen. Dich auch?
Dominic Thiem: Ja! Es war vielleicht das beste, das ich je gespielt habe. Es ging immer hin und her. Einmal er vorne, dann wieder ich, dann wieder er. Wenn so etwas in einem Tiebreak entschieden wird, ist es nur mehr Glück. Aber ich wusste, dass ich voll riskieren, voll angreifen muss, um ihn schlagen zu können. Da passieren dann halt Fehler. Aber es hat trotzdem geklappt, das ist Wahnsinn.

„Krone“: Ein Wahnsinn, über den man vermutlich noch in vielen Jahren sprechen wird.
Thiem: Wahrscheinlich. Ich denke, dass das vom ganzen Spielverlauf her schon etwas für die Ewigkeit war.

„Krone“: Und auch wegen der Tatsache, dass du jetzt der erste Österreicher in einem Masters-Halbfinale bist.
Thiem: Das habe ich erst aus dem Hallen-Lautsprecher erfahren, dass ich auch schon weiter bin. Ein Traum. Aber ebenfalls erstmals habe ich mit Federer und Djokovic zwei der Top-3-Spieler in Serie geschlagen. Für mich ist das auch ein wahnsinnig wichtiges Zeichen für das kommende Jahr.

„Krone“: Und sicher auch für das weitere Turnier. Du warst schon nach dem Match gegen Federer ziemlich heiser, jetzt noch viel mehr - muss man sich Sorgen machen?
Thiem: Nein! Ich bin einfach verkühlt. Die Verhältnisse in der Halle hier sind ziemlich speziell. In dem einen Raum ist es kalt, im nächsten warm und so weiter. Aber solange ich meinen Körper so hinbringe, dass er so lange Matches wie das gegen Djokovic aushält, passt das schon.

„Krone“: Im dritten Gruppenspiel gegen Matteo Berrettini am Donnerstag geht es ja für dich um nichts mehr.
Thiem: Doch! Für den Sieg gibt es 200 Extrapunkte, die ich das ganze nächste Jahr mitnehmen kann. Ich werde alles versuchen, um die einzufahren. Das Match muss nur nicht wieder fast drei Stunden dauern wie das letzte.

„Krone“: Und die Tatsache, dass du den Semifinal-Gegner am Samstag wahrscheinlich erst sehr spät am Freitag kennst?
Thiem: Ist egal. Ich muss mich sowieso auf jeden einstellen.

Peter Frauneder, Kronen Zeitung

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