Verkehrsplan regt auf

Glemmtal rebelliert gegen geplanten Kreisel

Salzburg
14.11.2019 13:50
Die Verkehrsexperten sagen für den Kreisverkehr in Maishofen keinen großen Stau voraus: Maximal 17 Pkw könnte es an fünf Spitzen-Tagen im Jahr treffen. Im Glemmtal glaubt das aber niemand. Die Tourismusdestination rebelliert gegen die Lösung, die ein Gewerbegebiet erschließen soll. Emotionen gehen hoch.

„Mein Glaube an Experten ist ein dünner“, meinte Ex-Ortschef Peter Mitterer und erinnerte an das Debakel um die Saalbacher Parkgarage, wo Kosten explodierten. Nicht nur er bezweifelt, dass im Kreuzungsbereich Pinzgauer Straße (B311) und Glemmtaler Straße (L111) jetzt die beste Variante gefunden wird: Maishofen will das Gewerbegebiet beim Betonwerk I der Firma Rieder besser anbinden. Zusätzliche Betriebe sollen sich hier ansiedeln.

Emotionen bei Info-Abend

Bei einem Info-Abend am Mittwoch in Saalbach stellten sich Landesrat Stefan Schnöll und alle betroffenen Ortschefs der Diskussion. Franz Eder über Vorteile für Maishofen: „Wir binden den Radweg ein. Das Abbiegen von Maishofen Richtung Zell wird viel sicherer.“

Kritische Glemmtaler

Kern der Kritik aus dem Glemmtal: Man will die Abfahrtsrampe (von Saalfelden kommend) behalten, was laut Planer nicht machbar ist. Die Kreisel-Variante soll vor allem Vorteile für das Gewerbegebiet Rieder bringen, wo sich der Gastro-Großhändler Transgourmet ansiedeln will. „Müssen wir unbedingt einen Schweizer Konzern fördern?“, fragt sich ein erboster Glemmtaler. Saalbach und Viehhofen bringen es auf 2,5 Millionen Nächtigungen im Jahr und wollen sich nicht ausbremsen lassen.

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