11.11.2019 11:14 |

Anzeigen, Hausverbot

Airport-Protest gegen türkische Militäroffensive

Mehr als ein Dutzend Aktivisten haben am Sonntagabend den Check-in-Schalter der Turkish Airlines am Flughafen Salzburg blockiert. Sie wollten damit gegen die vielfach als völkerrechtswidrig eingestufte türkische Militäroffensive in Nord-Syrien protestieren. Die Polizei führte die Teilnehmer der nicht angemeldeten Versammlung nach etwa 15 Minuten zur Feststellung ihrer Identität ab.

Die 14 Teilnehmer demonstrierten mit Transparenten und Reden gegen den in ihren Augen grausamen Angriffskrieg der Türkei in der kurdisch geprägten und demokratisch selbstverwalteten Region Rojava im Nordosten Syriens. Die Fluglinie Turkish Airlines gehört zu knapp über 49 Prozent dem Staat und gilt als eng mit dem Erdogan-Regime verbunden.

Die Türkei hatte am 9. Oktober eine Militäroffensive gegen die kurdische YPG-Miliz im syrisch-türkischen Grenzgebiet begonnen, die sie als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation sieht.

Anzeigen und Hausverbot
Wie die Salzburger Polizei am Montag mitteilte, werden die Teilnehmer am Protest nach dem Versammlungsgesetz angezeigt. Seitens des Flughafenbetriebsleiters wurde gegenüber den Aktivisten ein vorläufiges Hausverbot ausgesprochen. Der reguläre Flugbetrieb wurde durch die Kundgebung nicht beeinflusst. Weltweit haben zuletzt bereits zahlreiche ähnliche Aktionen gegen türkische Fluglinien stattgefunden.

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