09.11.2019 13:00 |

Die besten Spartipps

So bremsen Sie Heizkosten aus

Je nach Eigenheim sind die Heizkosten der Österreicher sehr unterschiedlich. Von wenigen hundert Euro für eine kleine Wohnung bis hin zu mehreren tausend Euro pro Jahr für ein größeres Haus ist alles möglich. Ganz wesentlich ist dabei die „thermische Qualität“ der Immobilie. Ist das Gebäude nicht saniert, sind die reinen Heizkosten gleich einmal doppelt so hoch wie bei gut isolierten Eigenheimen.

Konkret zahlt ein unsanierter Haushalt (typisches Haus, 118 Quadratmeter) für Pellets mit 2215 Euro im Jahr am wenigsten, für Fernwärme (3569 Euro) am meisten. Rechnet man zum Energiepreis auch die Anschaffungs- und Wartungskosten anteilig hinein, sind Gas-Brennwertsysteme, Stückholz- und Pellets-Anlagen die kostenmäßig günstigsten Varianten, so eine Studie der Österreichischen Energieagentur.

Doch egal, wo man wohnt und wie man heizt – sparen kann man fast immer. Die Raumheizung verbraucht die meiste Energie. Ein Grad weniger, und schon sinken die Ausgaben um sechs Prozent, rechnet die EVN vor. Ist man tagsüber nicht zu Hause, die Temperatur um drei Grad absenken, bei längerer Abwesenheit reichen 15 Grad. „Nicht ganz abschalten, denn jedes Wiederaufheizen kostet sehr viel Energie“, erklärt Energieexperte Michael Soder. „Gluckst“ es im Heizkörper, gehört dieser entlüftet. Bis zu 40 Prozent der Wärme geht wiederum verloren, wenn man die Heizkörper abdeckt, z. B. indem man Wäsche zum Trocknen auflegt.

Mit dem richtigen Lüften sind wiederum bis zu 20 Prozent drinnen. Statt Kippen die Fenster etwa zweimal täglich ganz fünf bis zehn Minuten öffnen (im Winter kürzer). Bei älteren Modellen lässt sich auch durch ein Dichtungsband um wenig Geld Zugluft vermeiden und somit sparen. Wer Rollläden hat, sollte diese nachts schließen. Das Potenzial liegt hier bei 15 Prozent.

Den größten Effekt hat, wie erwähnt, aber eine gute Isolierung des Hauses und eine moderne Heizungsanlage. Alte Kessel (>20 Jahre) sind oft sehr ineffizient. Wie es mit der Dämmung bestellt ist, zeigt wiederum eine Thermografie (siehe links, rot = schlecht, blau = gut). Eine gute Anlaufstelle sind hier die Energieberatungsstellen der Länder und die Energieversorger.

Gerald Hofbauer, Kronen Zeitung

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