„Hochburg“ ist Wels

Debatte um Strafen für Schulschwänzer

Die kürzlich präsentierte Schulschwänzer-Statistik mit insgesamt 481 Strafen in Oberösterreich hat für schrillende Alarmglocken gesorgt! Ganz besonders in der „Fehlstunden-Hochburg“ Wels. Stadtchef Rabl fordert, dass Eltern die Kosten für das Nachholen der Fehlstunden bezahlen müssen.

Auf die Zahl der Pflichtschüler umgerechnet, gebührt Wels der Titel „Schulschwänzerhochburg“. 109 Eltern wurden angezeigt, weil ihre Kinder im Schuljahr 2018/2019 mit 180 Schultagen an mindestens drei Tagen unentschuldigt dem Unterricht ferngeblieben sind – siehe Grafik.

Hälfte der Strafen betrafen Ausländer
Rund die Hälfte der Strafen von 110 bis 440 € betrafen Ausländer. 26-mal wurden Österreicher angezeigt, 21-mal österreichische Staatsbürger mit Migrationshintergrund. FP-Bürgermeister Andreas Rabl hat dafür null Verständnis: „Wer die Schulpflicht mit Füßen tritt, muss bestraft werden. Zukünftig sollen die Eltern auf eigene Kosten dafür Sorge tragen, dass die Fehlstunden nachgeholt werden. Als zweiten Schritt muss das Schwänzen Kürzungen von Sozialleistungen mit sich ziehen.“

Glassenere Sicht in Linz
Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) bleibt trotz 157 Anzeigen im vergangenen Schuljahr gelassener: „Viele Anzeigen haben mit den Demos von Fridays for Future zu tun. Diese Strafen halte ich für überzogen.“ Was notorische Schulverweigerer betrifft, müssen Kürzungen der Sozialleistungen als allerletzte Konsequenz in Betracht gezogen werden. „Vorher musste jedoch Druck ausgeübt werden und auch Anreize geschaffen werden!“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen