07.11.2019 07:00 |

Delle für Wirtschaft

Der steirische Motor ist ins Stocken geraten

Wirtschaftsflaute trifft auch die Grüne Mark.  Konjunktur ist zuletzt merkbar abgeflacht. Tausende Arbeitsplätze hängen am Export.

Der weiß-grüne Wirtschaftsmotor ist ins Stocken geraten - und das, nachdem er jahrelang geschnurrt hat wie Omis Kätzchen am Kaminsims. So hat die Steiermark erst im letzten Jahr mit 24,7 Milliarden Euro ein neues Rekord-Ergebnis im Exporthandel eingefahren. Doch der Brexit, die nicht wegzuleugnende Krise der Automobilindustrie und die generelle Flaute in der Weltwirtschaft haben Spuren hinterlassen. Grund zur Panik sehen die Experten noch nicht - allerdings häufen sich nun die mäßig guten Nachrichten von steirischen Leitbetrieben.

 Andritz AG: Die Grazer Anlagenprofis haben im dritten Quartal 31 Millionen Euro Verlust verbucht - geschuldet war dies Umstrukturierungsmaßnahmen, Abschreibungen und einem schwachen Finanzergebnis. Allerdings kann sich Vorstandschef Wolfgang Leitner über einen Rekordauftragsstand von 8,1 Milliarden Euro freuen.

 voestalpine: Der Stahlriese wird von der Krise heftig durchgeschüttelt - der Nettogewinn ist im halben Geschäftsjahr um 64 Prozent auf 115 Millionen Euro gefallen. Nun soll kräftig gespart werden: Abbau von Überstunden und Leiharbeitskräften, Nichtnachbesetzung offener Stellen sowie vereinzelte Kurzarbeit (in Deutschland) bzw. Entfall einer Schicht (Rohrwerk Kindberg) und andere Maßnahmen sollen im aktuellen Geschäftsjahr schon 50 Millionen Euro Einsparungen bringen, so Vorstandschef Herbert Eibensteiner.

Magna: Schon im September hat die „Krone“ berichtet, dass man händeringend nach einem Nachfolgeauftrag für BMW in Thondorf sucht. Zuletzt soll auch die Jaguar-Produktion in Graz mangels Aufträgen drei Wochen lang ausgesetzt worden sein. Auf Nachfrage wollte man dies bei Magna nicht kommentieren - genauso wenig, dass man sich in einem ersten Schritt von Leiharbeitern trennen wird.

 RHI: Beim Feuerfestkonzern in Trieben sind bis zu 180 Arbeitsplätze bedroht. 40 Beschäftigte wurden im September beim AMS-Frühwarnsystem angemeldet - auch 45 Leiharbeitern droht der Jobverlust.

 Secop: Wie berichtet, will der Kühlkompressorhersteller die Produktion in die (billigere) Slowakei verlegen. Im Fürstenfelder Werk sind insgesamt 250 Arbeitsplätze bedroht.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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