Rasenmähen
So bekommst du einen perfekten Rasen im Garten
Als Inbegriff aller Rasen-Gärtner-Träume in Perfektion gilt die Bezeichnung „englischer Rasen“. Wobei man allerdings anführen muss, dass dieser den Inselbewohnern nicht von selbst in die Garten-Wiege gelegt wurde. Denn was die englischen Gärtner korrekt, gewissenhaft und vor allem häufig tun, ist, den Rasen zu mähen: Mindestens zweimal (!) die Woche greifen laut Studien die englischen Hobbygärtner zum Rasenmäher, was den Rasen nicht nur stets auf der richtige Höhe hält, sondern auch dicht und saftig-grün macht.
Tipps für richtiges Rasenmähen siehe Infobox!
Das ist nicht überall so. Zum Beispiel bei uns. Denn in der Praxis wird der Rasenmäher erst dann aus dem Schuppen geholt, wenn es nun wirklich nicht mehr anders geht. Wässern und Düngern unterlassen wir lieber überhaupt erst einmal, denn man regt ja den lästigen Nachwuchs nicht noch künstlich an und verschafft sich so mehr mühselige Mäharbeit. Auch um Ausreden ist man nicht verlegen und so müssen, bevor es wirklich an die Arbeit geht, erstmals das richtige Wetter und die sonstigen passenden Bedingungen abgewartet werden. Ist der Rasen mittlerweile dann tatsächlich eher zu einer wilden Wiese ausgewachsen, wird die ganze Sache erst recht kompliziert: Denn mit einem Mähdurchgang geht da gar nichts. Mindestens zwei Arbeitsläufe müssen vorgesehen werden und auch das sollte gründlich vorgeplant werden. Und dann ist da noch die Sache mit dem richtigen Mäher…
Emanzipation im Garten
Mittlerweile gibt es mehr als 1.500 Rasenmähertypen für die unterschiedlichsten Anforderungen. Wobei schon beim Gerätekauf die für den Rasen in vielen Dingen so typische Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit beginnt.
Meist ist der Rasenmäherkauf Männersache. Leicht daran zu erkennen, dass in den Baumärkten die Geräte wie Rennboliden ausgestellt werden und sich die (Männer-) Verkaufsgespräche auch um solche Dinge wie PS, Schneidebreite, Antriebsmodelle, technische Extras etc. drehen. Frau lässt reden und verschweigt aus purer Loyalität, dass es in der Praxis (laut einer Vielzahl von Studien) meist dann sie ist, die das Wiesen-Gestrüpp nicht mehr ansehen kann und will und schlussendlich selbst Hand anlegt. Notfalls (weil Benzinmäher viel zu schwer und zu unhandlich sind) mit dem alten Handmäher in Teil-Etappen.
Denn nach außen hin gilt Rasenmähen noch immer als „Männersache“, nach dem Motto „Richtige Männer mähen den Rasen“. Das bestätigte übrigens auch die Umfrage einer deutschen Frauenzeitschrift: „Reifenwechseln“ und „Rasenmähen“ gehören unbedingt zu einem echten Kerl und unterscheiden ihn deutlich vom „ungeliebten Softie“.
Solche Vorstellungen nützen sich aber im Beziehungs-Alltag rasch ab und es ist allemal klüger, Frauen befreien sich (und auch ihre Partner) von überholten Rollen-Klischees und greifen zu Geräte-Typen, die auch leicht von ihnen bedient werden können und Rasenmähen mit viel Komfort zur Spaßarbeit machen (vielleicht dann doch auch für den Partner?).
Die Qual der Wahl
Benzin- oder Elektromotor? Bei der Entscheidung für das eine oder andere kommt es auf die rechtlichen Rahmenbedingungen (in vielen Kleingartensiedlungen sind die lauten Benzinmäher verboten) und auf die Größe und sonstigen Gegebenheiten des jeweiligen Grundstücks (z. B. Hanglage) an. Zwischenzeitlich spielen auch Umweltüberlegungen eine Rolle.
Benzinrasenmäher schaffen problemlos auch größere Flächen, mähen – ab einer Motorleistung von über 2.000 Watt – mühelos auch feuchtes und hohes Gras ab und sind mit Hinterradantrieb auch in Hanglage gut zu fahren. Nachteile: Für Frauen stellt der Start über den Seilzug in der Praxis oft ein Problem dar (ausgenommen Geräte mit Elektrostarter, die aber um einiges teurer sind), laute Motorgeräusche, Abgase und hohes Gewicht.
Da sind Elektro-Rasenmäher schon deutlich leiser - und auch leichter. Der Hauptnachteil liegt allerdings darin, dass eine Steckdose in der Nähe sein muss. Lange Kabel erweisen sich zusätzlich als äußerst unhandlich (Gefahr des Überfahrens). Experten empfehlen daher Elektro-Mäher meist lediglich für mittlere bis kleinere Rasenflächen.
Eher die Ausnahme und nicht die Regel sind Rasentraktoren und Rasenmähroboter. Rasentraktoren lassen sich zwar mittlerweile ab einer Grundstücksgröße von rund drei- bis fünfhundert Quadratmeter gut einsetzen und sind auch sehr bedienungsfreundlich geworden, schlagen aber preislich kräftig zu Buche (ab ca. 900 Euro, echten Komfort gibt es dann in der Klasse um die 2.000 Euro). Noch teurer ist der Rasenmähroboter (ab ca. 3.000 Euro aufwärts), der alles ganz von allein erledigt. Allerdings muss im Vorfeld der Garten mit einer Induktionsschleife eingezäunt werden, innerhalb der sich dann der Roboter bewegt.
Die Akku-Rasenmäher
Bei Männern und Frauen gleichermaßen zunehmend beliebt sind die zwischenzeitlich stark verbesserten Akku-Rasenmäher. Sie machen unabhängig von Strom und Kabel, zeigen – je nach Modell – ausgezeichnete Mähleistungen und sind dazu meist auch noch leicht und wendig.
Hier gibt es allerdings große Qualitätsunterschiede in Preis und Leistungsfähigkeit. Die Hauptfrage betrifft die Aufladekapazität des Akkus.
Erst im vergangenen Jahr brachte Bosch mit einer neuen Lithium-Ionen-Akkutechnik gleich eine ganze Gartengeräteserie auf den Markt. Darunter auch einen neuen Akku-Rasenmäher (Rotak 34 LI), dessen Kraftzellen der neuesten Generation sich auch über längere Zeiträume hinweg nicht entladen und so den Rasenmäher jederzeit ohne große Vorbereitungen einsatzbereit machen. Zweites großes Plus: Mit nur 13 kg ist er besonders leicht, wendig und daher für jedermann und –frau ganz besonders leicht zu bedienen. Auch für ältere Menschen gilt er als sehr bedienungsfreundlich, da kein größerer Kraftaufwand für die Führung erforderlich ist. Allerdings: Mit 34 Zentimetern Schnittbreite eignet er sich vor allem für kleinere bis mittlere Gärten.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.