Mit Lampe gespielt

Zwei Jugendliche lösten am Berg Großeinsatz aus

Eine riesige Suchaktion lösten in der Nacht auf Samstag zwei Jugendliche aus, die beim Großen Pyhrgas biwakierten. 19 Bergretter, der Notarzthubschrauber „C 14“ und ein Beamter der Alpinpolizei suchten nach den Burschen, nachdem Notlichtsignale festgestellt wurden – am Ende war alles ein Missverständnis.

„Uns hat die Polizei angerufen, weil zwei Leuchtraketen, eine grüne und eine rote, im Gebiet des Holzerkar abgefeuert wurden“, so Georg Schürrer, Einsatzleiter der Bergrettung Spital am Pyhrn. Von zwei Hüttenwirten wurden außerdem deutliche Lichtzeichen wahrgenommen, welche man als Notsignale deuten konnte – sechs Lichtsignale in einer Minute. Auch auf gesendete Lichtsignale wurde geantwortet. „Wegen diesen beiden Indizien mussten wir ganz klar einen Einsatz auslösen. Wir dachten, es handelt sich um verletzte Bergsteiger“, erklärt Schürrer.

Auf Höhe des Bad Haller Steiges
Nachdem anfangs die Vermissten noch weiter oben vermutet wurden, wurde mit dem Notarzthubschrauber „C 14“ nach ihnen gesucht - erfolglos. Eine Mannschaft der Bergrettung Spital am Pyhrn machte sich zeitgleich zu Fuß auf den Weg. Am Beginn des Bad Haller Steiges trafen die Rettungskräfte auf zwei 17-jährige Burschen, welche dort biwakierten.

Getränk für Einsatzkräfte als Dankeschön
Ihnen war offenbar nicht bewusst, welch große Suchaktion sie durch ihr achtloses Abschießen von Leuchtraketen und das Spielen mit ihrer Taschenlampe lostraten: Es war ein Missverständnis. Die zwei Jugendlichen wurden unverletzt zurückgelassen, die zahlreichen Einsatzkräfte machten sich auf den Weg ins Tal. Auf der Gowilalm wurden sie vom Wirt, als Dankeschön, auf Getränke eingeladen.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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