29.09.2019 07:52 |

„Alles rausgeholt“

Charles hebt Ferrari auf ein ganz neues Niveau

Charles Leclerc gibt in der „Königsklasse“ weiterhin den Ton an. In Sotschi steht der 21-jährige Monegasse zum vierten Mal in Serie auf der Poleposition. Das schaffte Ferrari zuletzt mit dem großen Michael Schumacher im Jahr 2006. Aber: Lewis Hamilton hat das Messer zwischen den Zähnen. Heute wird’s richtig heiß!

„Die letzte Runde war die beste des bisherigen Wochenendes, ich habe nicht gedacht, dass es sich mit der ersten Reihe ausgeht, aber ich habe alles aus dem Auto geholt“, strahlte WM-Spitzenreiter Hamilton nach dem Qualifying im Sochi Autodrom. Und: Der Mercedes-Superstar glaubt an einen strategischen Vorteil.

Während nämlich die Konkurrenz durchgehend auf den weichen Reifen losbrettern wird, zogen die „silbernen Superhirne“ die Variante mit den harten Pneus vor. „Das ist am Start natürlich ein Nachteil“, sagt Hamilton, „aber es ermöglicht uns während des Rennens taktische Möglichkeiten.“

War’s zuletzt in Singapur ein „Undercut“, der für Verschiebungen gesorgt hat, so könnte es an der Schwarzmeerküste nun ein „Overcut“ werden. Denn die Mercedes können weit länger draußen bleiben

„Rot ist die beste Wahl“
Leclerc freilich glaubt an seine Truppe. „Ich denke, auf Rot zu starten ist die beste Variante, aber warten wir ab“, meinte der 21-Jährige, der dem Rennen zuversichtlich entgegenblickt. „Die Longruns vom Freitag waren die besten in dieser Saison, von daher sieht’s gut aus, aber zuerst muss einmal der Start passen.“ Dass man seine Leistungen nun erstmals mit jenen von Michael Schumacher vergleicht, war Leclerc fast ein wenig peinlich. „Ja, es ist natürlich ein spezielles Gefühl, wenn man wie Michael viermal in Serie einen Ferrari auf die Poleposition stellt, aber ehrlich: Ich will mich mit diesen Statistiken nicht auseinandersetzen, wir müssen uns auf unseren Job konzentrieren.“

Die Scuderia hat jedenfalls auch in Sotschi bewiesen, dass ihr Auto im Moment das Maß aller Dinge ist. „Früher hat man immer bei uns vom Party-Modus gesprochen, was Ferrari aber jetzt hat, ist ein Jet-Modus. Die sind auf einem neuen Leistungsniveau“, lächelte Hamilton gequält. Teamchef Toto Wolff fügte hinzu: „Sieben, acht Zehntel auf den Geraden sind verdammt viel, Ferrari hat im Moment das perfekte Paket. Von daher bin ich zufrieden, dass wir sie splitten konnten.“

Richard Köck, Kronen Zeitung

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