21.09.2019 06:00 |

Soll ab 2021 gelten

Gesetz gegen Lebensmittel im Müll geplant

Eine Abkehr von der Wegwerfgesellschaft und Lebensmittelverschwendung streben Ex-Kanzler Sebastian Kurz und Ex-Umweltministerin Elisabeth Köstinger (beide ÖVP) an. Ein Gesetz soll Supermärkte dazu verpflichten, dass (frische) liegen gebliebene Regalware nicht im Müll landet, sondern gemeinnützigen Vereinen und Bedürftigen zugutekommt.

Das Wegwerfen von noch frischen und nicht abgelaufenen Produkten soll in Zusammenarbeit mit dem Handel so rasch als möglich untersagt werden. Und das sogar mit einem gesetzlich verankerten Verbot, das für größere Ketten bereits ab 2021 gelten soll. Außerdem soll Regionales von rot-weiß-roten Bauern im Regal Vorrang bekommen.

Schon jetzt hat der rot-weiß-rote Handel vorbildliche Initiativen gesetzt. So ist es bei den allermeisten großen Ketten Firmenvorgabe, dass übrig gebliebene Produkte, die nicht verkauft werden konnten, an karitative Organisationen und Sozialeinrichtungen verpflichtend abgegeben werden müssen. Von jeder Filiale an einen jeweiligen Partner der Wahl.

In gut einem Jahr soll aber - geht es nach den Türkisen - gar nichts mehr im Müll landen. „Die Menschen haben außerdem ein Recht darauf, zu wissen, wo Lebensmittel herkommen. Eine klare Kennzeichnung der Herkunft ist essenziell“, fordert ÖVP-Chef Kurz.

Vorgesehen sind zudem Lenkungsmaßnahmen, damit in den Regalen vorrangig heimisches Fleisch und Frischmilch Vorrang haben. Weiterer Punkt im Ökopaket: Auch retournierte Produkte im Onlinehandel sollen wiederverkauft oder an Bedürftige weitergegeben werden.

Mark Perry, Christoph Budin, Kronen Zeitung

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