20.09.2019 12:05 |

Öffi-Hoffnung

Geisterbus am Salzburgring

In der Flachgauer Gemeinde Koppl kurvt er schon lange ohne Fahrer herum: der Digibus der Forschungsgesellschaft Salzburg Research. Allerdings war bisher immer ein Aufpasser dabei. Jetzt durften Freiwillige den Bus am Salzburgring erstmals ohne Personal testen.

Ein Glockenton ertönt, die Türen schieben sich zu, der Digibus summt davon: Dass kein Aufpasser bei den Fahrgästen sitzt, ist eine Premiere. Heute testen die Forscher von Salzburg Research nämlich verschiedene Szenarien. Wie verhalten sich die Insassen, wenn ein Rüpel laute Musik hört oder herumpöbelt? Wie, wenn der Geisterbus den Geist aufgibt und in der Pampa liegen bleibt? Ein Aufseher ist immer erreichbar.

„Die Kommunikation mit ihm per Funk hat nicht so gut funktioniert. Wir haben den Ansprechpartner deutlich verstanden. Aber er uns nicht“, sagt Testperson Helene Kabisch, Philosophin aus Salzburg. Dafür sei die Stimmung unter den Fahrgästen gut gewesen.

Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) sieht großes Potenzial im kleinen Bus: „Auf dem Land ist die letzte Meile schwierig mit den Öffis abzudecken. Hier könnten Digibusse mit sechs Sitzplätzen eingesetzt werden und Abhilfe schaffen.“

Christoph Laible
Christoph Laible
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