09.09.2019 11:50 |

Verdächtige geflüchtet

Erneut Brandsatz auf eine FPÖ-Zentrale geworfen

Auf die FPÖ-Bezirkszentrale in Feldbach in der Steiermark ist am Wochenende ein Brandanschlag versucht worden. Der Brandsatz prallte an der Alu-Glasfassade des Gebäudes ab und verbrannte am Boden. Die Täter rissen zudem ein Messingschild aus dem Mauerwerk und beschädigten mehrere Werbeplakate. Klubobmann Norbert Hofer verurteilte Montagfrüh die „gewalttätige Attacke“.

Nach dem Brandanschlag auf die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten kam es nun erneut zu einer Feuerattacke auf eine Einrichtung der Freiheitlichen. Eine Zeugin sagte aus, sie habe in der Nacht auf Samstag gegen 0.20 Uhr zwei männliche Stimmen gehört. Die Männer könnten für den versuchten Brandanschlag verantwortlich sein.

Schaden von rund 1000 Euro
Das aus dem Mauerwerk gerissene Schild ist seither verschwunden. Durch die Flammen kam es zu einer starken Rauchentwicklung, verletzt wurde aber niemand. Der Schaden beläuft sich auf rund 1000 Euro, hieß es seitens der Polizei.

Die FPÖ Südoststeiermark machte den „feigen Vandalenakt“ am Samstag auf ihrer Facebookseite publik und gab darüber hinaus an, dass auch „sämtliche Plakatständer in der Innenstadt zerstört“ worden seien.

„Höchst bedenkliche Entwicklungen“
Hofer sprach nach dem Vorfall in St. Pölten und dem nun zweiten Anschlag auf eine FPÖ-Einrichtung am Montag von „höchst bedenklichen Entwicklungen“: „Politik ist ein Wettbewerb der Ideen. Die Parteien sind unterschiedlicher Meinung, aber der Wahlkampf darf nicht so weit gehen, dass es zu gewalttätigen Attacken kommt.“ Er forderte daher auch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen mahnende Worte ein. Ein solches gewalttätiges Vorgehen gegen den politischen Mitbewerber dürfe in einer funktionierenden Demokratie keinen Platz haben, so Hofer.

Brandanschlag in St. Pölten
In der Nacht auf den 12. August hatten vier Verdächtige Brandsätze gegen die Landesgeschäftsstelle der FPÖ in St. Pölten geworfen. Die Kleidung von einem der Täter fing dabei Feuer.

Verdächtiger festgenommen, aber keine Spuren von ihm am Tatort
Ein Tatverdächtiger, der sich wegen Brandverletzungen im Krankenhaus medizinisch behandeln ließ, wurde festgenommen. Am Tatort wurden keine Spuren sichergestellt, „die ihm zugeordnet werden können“, so Staatsanwalt Leopold Bien am Freitag.

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