Brandanschlag bei FPÖ

Keine DNA-Spuren des Verdächtigen (20) am Tatort

Nach dem Brandanschlag auf die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten liegt nun das Ergebnis des DNA-Gutachtens vor. Wie berichtet, war kurz nach dem Vorfall ein 20 Jahre alter Afghane als Verdächtiger festgenommen worden. Ein Spurenvergleich mit DNA-Material am Tatort ergab allerdings keine Übereinstimmung. 

Am Tatort wurden keine Spuren sichergestellt, „die ihm zugeordnet werden können“, so Staatsanwalt Leopold Bien am Freitag. Ermittler hatten vor Ort verschiedene Spuren gesichtert, Treffer hat es aber keinen gegeben. Allerdings bestehe auch die Möglichkeit, dass der Täter Handschuhe trug, hielt der Sprecher fest.

Gegen den Verdächtigen spreche der Umstand, dass er „zeitnah zur Tat mit Verletzungen, die wahrscheinlich als Brandverletzungen zu beurteilen sind, behandelt wurde und im Krankenhaus Angaben gemacht hat, die andeuten, dass er an der Tat beteiligt war“, sagte Bien. Der 20-Jährige sei nach wie vor nicht geständig.

Beschwerde gegen U-Haft
Der Afghane befindet sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft und hat mittlerweile Beschwerde gegen deren Verlängerung eingelegt, hieß es weiter. Nun muss das Oberlandesgericht Wien darüber entscheiden. Verfahrenshilfeanwalt Martin Engelbrecht sagte laut dem „Kurier“, dass es sich bei den Brandwunden im Bereich des Oberkörpers nach Angaben seines Mandanten um „ältere Verletzungen“ gehandelt habe.

An dem Anschlag am 12. August in der Zeit von 1.40 bis 2.07 Uhr in der niederösterreichische Landeshauptstadt waren vier Personen beteiligt gewesen, wie ein von den Freiheitlichen veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigte. 5000 Euro wurden in der Folge für Hinweise ausgelobt. Wenige Tage später wurde ein Verdächtiger gefasst. Die Ermittlungen bezüglich der Ausforschung weiterer Verdächtiger seien im Gange, so der Staatsanwaltschaftssprecher. 

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