08.09.2019 16:08 |

Trotz DNA-Problemen

Britische Polizei überführt kriminelle Drillinge

Nachdem die Polizei in London ein illegales Waffengeschäft vereitelt hatte, hatte sie trotz gesicherter DNA auf einer der Schusswaffen große Schwierigkeiten, den Täter ausfindig zu machen. Denn die Spur gehörte zu einem eineiigen Drilling, der über dieselbe Erbinformation verfügt wie seine beiden Brüder. Die Geschwister dachten, aufgrund dieser Ähnlichkeit könne man sie nicht überführen. Doch nach aufwendigen Ermittlungen stellte sich schließlich heraus: Das gesamte Trio war in den Coup verwickelt.

Bereits im April 2017 stoppten Londoner Polizisten ein Taxi und fanden darin eine Uzi-Maschinenpistole, eine geladene Pistole sowie einen Schalldämpfer und Munition. Die Ware sollte per Kurier an einen als extrem gefährlich eingestuften 32-jährigen Kriminellen gehen.

Jeder der Drillinge war in Deal verwickelt
Nachdem man durch die DNA-Spuren nicht genau nachweisen konnte, welcher Bruder tatsächlich beteiligt war, begann man mit aufwendigen Ermittlungen. Durch Beweise, die man auf den Handys der Verdächtigen fand und bei Observierungen sicherstellen konnte, konnte die Polizei feststellen, dass alle drei am Waffendeal beteiligt waren.

Zwei der drei 28-Jährigen wurden am Freitag zu jeweils 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Der dritte Drilling musste sich zudem wegen eines Drogendelikts verantworten und hat nun 18 Jahre abzusitzen.

Zwei der verurteilten Brüder waren halb professionelle Fußballspieler
„Das Trio versuchte, seine identische DNA und die Ähnlichkeit zu nutzen, um die Folgen seines Handelns zu umgehen“, sagte Scotland-Yard-Chefermittlerin Driss Hayoukane. „Mit ihrem Handeln haben diese Männer vielversprechende Karrieren und ihre Zukunft weggeworfen“. Zwei der drei waren halb professionelle Fußballspieler. Die Drillinge waren die letzten von acht Männern, die wegen des vereitelten Waffengeschäfts angeklagt waren. Unklar blieb, wofür die Waffen eingesetzt werden sollten.

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