06.09.2019 16:55 |

Wahlkampf

Grünen-Chef servierte zum Mittagessen „Wuchtln“

Via Facebook hatten die Landesgrünen ein politisches Mittagessen mit ihrem bundesweiten Spitzenkandidaten verlost. Die zehn Gewinner legten Werner Kogler am Donnerstag im Urbankeller ein breites Menü an Fragen vor. Dessen würzige und knackige Antworten waren ganz nach dem Geschmack der Polit-Gourmets.

Schwere Themen bei leichtem Essen: Während die Gewinner Spinat-Topfenknödel und Backhendlsalat in Bioqualität genossen, „verspeiste“ Kogler, der asketisch bei Saft und Espresso blieb, die politischen Mitbewerber. Er zog über die türkise „Schnöseltruppe“ her und die „depperte Politik“ der SPÖ, die noch immer nicht begriffen habe, „dass Umwelt, Wirtschaft und Gerechtigkeit unter einen Hut gehen“.

Fast ohne Punkt und Beistrich redete er über Klimaschutz, Bildung, Pflege, teures Wohnen oder Lobbyismus. Seine Antworten waren bisweilen schwere Kost: „Hätten wir dieselben Gesetze wie Deutschland, wäre der halbe ÖVP-Vorstand im Häfn“, meinte er zum Thema Parteispenden. Wäre der Klimaschutz vor vier Jahren auf dem Tisch gelegen, „hätte der Kurz eine CO2-Route geschlossen“. Und beim Thema Asyl und Integration gehe es sogar in Bayern und der Schweiz weltoffener zu als in unserem „reaktionären Land.“

Kritische Fragen blieben aus, an diesem Tisch musste der Grünen-Chef niemanden überzeugen. Nach eineinhalb Stunden waren die Gewinner satt und zufrieden: „Werner Kogler eben“, meinte Student und Klimaaktivist Georg Pidner anerkennend.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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