05.09.2019 15:59 |

Überschwemmungen

Erste Hurrikan-Ausläufer trafen auf US-Ostküste

Die ersten Ausläufer des Hurrikans „Dorian“ haben die US-Ostküste erreicht. Am Donnerstag bewegte er sich vor der Küste von South Carolina weiter Richtung Nordosten und entwickelte dabei Windböen mit einer Geschwindigkeit von 175 Stundenkilometern  In der Nacht trafen starker Regen und heftigen Winde auf die Küstengebiete, Teile der Innenstadt von Charleston sind bereits überschwemmt, Dutzende Straßen wurden gesperrt. Das Nationale Hurrikan-Zentrum mahnte auch, der Sturm könnte am Freitag in North Carolina nicht nur sehr nah an die Küste heranreichen, sondern dort womöglich auch auf Land treffen.

Videoaufnahmen zeigen Menschen, die in Kajaks durch knietiefes Wasser paddeln. Meteorologen warnten vor Sturzfluten. Bei Tagesanbruch war der Sturm noch 80 Meilen (130 Kilometer) südöstlich entfernt von Charleston. Nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums (NHC) bewegte er sich mit 115 Meilen pro Stunde (185 km/h) in nördlicher Richtung entlang der Küste.

In dem Urlaubsparadies wird erst jetzt das ganze Ausmaß der Zerstörung durch Hurrikan „Dorian“ deutlich: Die Regierung musste die Zahl der Opfer von sieben auf 20 nach oben korrigieren, Zehntausende Menschen sind auf Hilfe angewiesen, ganze Landstriche sind zerstört und schwer zugänglich. Die Regierung befürchtet noch mehr Tote, da die Suche nach möglichen Opfern in überschwemmten Häusern gerade erst begonnen habe. US-Präsident Donald Trump sagte Minnis US-Hilfe zu.

70.000 Menschen brauchen sofort Hilfe
Nach Angaben der UNO benötigen etwa 70.000 Menschen auf den Bahamas „sofortige Hilfe“. Die Menschen bräuchten Lebensmittel, Wasser, Unterkünfte und Medikamente, sagte der UN-Chef für humanitäre Angelegenheiten, Mark Lowcock, bei einem Kurzbesuch auf den Bahamas. Die Vereinten Nationen hätten eine Soforthilfe von einer Million Dollar (900.000 Euro) zur Verfügung gestellt.

Die US-Küstenwache und die britische Royal Navy flogen unterdessen Überlebende aus und lieferten Notfallausrüstung in die betroffenen Gebiete. Mit Aufklärungsflügen lieferten sie ein Lagebild aus der Luft. Aufnahmen zeigen die verheerenden Schäden: Hunderte Häuser ohne Dächer, umgekippte Fahrzeuge, in Einzelteile zerlegte Boote.

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