30.08.2019 16:35 |

„Extrem gefährlich“

Wirbelsturm „Dorian“ nimmt Kurs auf Florida

Wirbelsturm „Dorian“ ist auf dem Weg nach Florida und soll am Wochenende auf die Südostküste der USA treffen, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum am Freitag mitteilte. Es handle sich dabei um einen „extrem gefährlichen Hurrikan“, der in den kommenden Tagen an Stärke zunehme. Politiker riefen Anrainer auf, sich mit ausreichend Trinkwasser, Lebensmitteln und Medizin einzudecken. Präsident Donald Trump sagte sogar vorsorglich seine Polen-Reise ab.

„Alles deutet darauf hin, dass er sehr hart zuschlagen wird und dass es sehr groß wird“, warnte Trump eindringlich in einer Videobotschaft. „Es sieht so aus, als wenn es ein absolutes Monster sein könnte.“

Windböen von bis zu 170 Stundenkilometern
„Dorian“ sammelt derzeit über dem warmen Wasser des westlichen Atlantiks Kraft und gilt mit Windböen von bis zu 185 Kilometern pro Stunde inzwischen als Hurrikan der Stufe drei. Bis er in Florida auf Land trifft, könnte er allerdings die Stufe vier von insgesamt fünf erreichen, sagte der Leiter des Hurrikan-Zentrums, Ken Graham.

Zu Hurrikans dieser Größenordnung erklärte das Zentrum: „Es wird zu katastrophalen Schäden kommen“. Solche Stürme verursachten heftigen Regen, zerstörerische Winde und lebensgefährliche Überschwemmungen. Sie rissen Strommasten und Bäume um, zerstörten Wohnhäuser. In der Folge könnten betroffene Gebiete für Tage oder gar Wochen ohne Strom und unbewohnbar sein.

Noch ist unklar, wo genau der Hurrikan auf Land treffen wird. Daher müssten sich die Menschen von den Florida Keys südlich von Miami bis hin zum nördlich angrenzenden Bundesstaat Georgia für den Sturm wappnen. „Es ist zu früh, um Entscheidungen über Evakuierungen zu treffen“, sagte der Bürgermeister von Jacksonville Lenny Curry laut „New York Times“.

Hamsterkäufe und Schlangen an Tankstellen
US-Medien berichten von Hamsterkäufen und langen Schlangen an Tankstellen. Regale in Supermärkten (siehe Bild oben) seien vielerorts leer. Konserven, Trinkwasser, Hygieneartikel und Bananen waren ausverkauft, berichtete eine Anrainerin in Port Orange, dem Sender CNN. „Menschen versuchten, um die Wette zu rennen“, sagte sie. „Es ist wie in einem Irrenhaus“, meinte eine Tankstellen-Mitarbeiterin gegenüber der „New York Times“. Die Autos reihten sich den ganzen Tag schon Stoßstange an Stoßstange.

„Jeder Einwohner von Florida sollte für mindestens sieben Tage Vorräte haben, darunter Essen, Wasser und Medizin sowie einen Plan für den Katastrophenfall“, betonte der Gouverneur von Florida, Ron deSantis bereits am Mittwoch. „Holt euch Wasser, Benzin und Bargeld aus den Bankomaten“, sagte der Bürgermeister der Stat West Palm Beach, Keith James, dem Sender CNN. In Florida gilt mittlerweile der Ausnahmezustand ebenso wie in Küstengebieten Georgias. Dies soll die Vorbereitungen und Rettungseinsätze erleichtern.

So gefährlich wie 1992 Hurrikan „Andrew“
Trump sprach von Befürchtungen, dass der Wirbelsturm genauso folgenreich werden könnte wie einst Hurrikan „Andrew“ - oder gar noch schlimmer. Als „Andrew“ 1992 als Sturm der Kategorie fünf auf die Ostküste Floridas traf, kamen Dutzende Menschen ums Leben. Die Schäden in verschiedenen Bundesstaaten beliefen sich damals auf rund 43 Milliarden US-Dollar.

Das Zentrum des Hurrikans steuert derzeit aus der Karibik kommend langsam auf die US-Küste zu. Am Mittwoch war „Dorian“ östlich des US-Außengebiets Puerto Rico an den Jungferninseln vorbeigezogen. Es gab dort zunächst keine Berichte über große Schäden oder Opfer. Am Sonntag soll der Wirbelsturm über den Nordwesten der Bahamas ziehen. Der Sturm trifft die USA an einem verlängerten Wochenende - am Montag ist dort ein Feiertag. Einige Fluggesellschaften ließen Passagiere Flüge kostenlos umzubuchen, wie US-Medien berichteten.

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