22-Jährige vor Gericht

Nach Infusions-Panne: Freispruch für Mutter

Mit schweren Vorwürfen wurde eine junge Mutter in einem Prozess in Linz konfrontiert: Sie soll die Infusion ihrer zweijährigen Tochter manipuliert, das Kind schweren Folgen ausgesetzt haben. Im Indizienprozess gab es aber am Dienstag einen Freispruch.

Das zwei Jahre alte Mädchen lag nach einer schweren Kopfoperation im Med Campus IV in Linz, bekam ein morphiumähnliches Schmerzmittel. Fest steht: Als eine Schwesternschülerin im Zimmer der Kleinen Nachschau hielt, war die Durchlaufrate der Infusion auf 55 Milliliter pro Stunde eingestellt – statt der ärztlich verordneten 22 Milliliter. In Verdacht geriet die 22-jährige Mutter.

Keine Beweise
„Es gibt keine Beweise, weil das Infusionsgerät vor Eintreffen der Polizei gereinigt und weggeschafft wurde“, betont ihr Verteidiger Andreas Auer. So sah es auch der Richter: Die Indizienkette sei brüchig. Ein Vorsatz, das Kind zu verletzen, ist nicht erkennbar. Freispruch!

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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