03.09.2019 17:44 |

Autofahrer genervt

Gleinalmtunnel & Co.: Steiermark als Stau-Hochburg

Stau, Stau, Stau. Nur in Tirol und Salzburg gab es im Sommer mehr „Blechlawinen“ als in unserem Bundesland. Als besonderes Nadelöhr präsentierten sich wieder einmal die großen weiß-grünen (Baustellen-)Tunnel Gleinalm und Plabutsch. Und bis zur endgültigen Verkehrsfreigabe ist hier leider noch Geduld erforderlich.

Nichts geht mehr. Auf der A9 hatte man am Dienstag in der Früh wieder viel Zeit für Cockpit-Gymnastik. Der Plabutsch-Tunnel war von Norden kommend gesperrt - ein kilometerlanger Stau war die Folge. Sogar auf der Ausweichstrecke, der B67, ging bis zum Gratkorner Hausbergtunnel gar nichts mehr.

„Bei der Tunnelsteuerung hat es ein Problem mit der Entlüftung gegeben, deshalb haben wir den Tunnel nach der Nachtsperre nicht freigeben können“, erklärt Asfinag-Sprecher Walter Mocnik. Statt um fünf Uhr konnte die Röhre erst um halb acht freigegeben werden.

Staus sind in der Steiermark ohnehin eher die bittere Regel denn die Ausnahme. So weist die Stau-Bilanz im Sommerreiseverkehr des ÖAMTC unser Bundesland auf Rang drei aus - 16,5 Prozent aller Staus in Österreich bildeten sich in der Steiermark, mehr waren es nur in Tirol ( 25,8) und Salzburg (16,6). Der Gleinalmtunnel war bei den Transitrouten sogar bundesweit Engstelle Nummer eins.

Die Generalsanierung der alten Tunnelröhre verschärft die Situation zusätzlich. Bis zur endgültigen Verkehrsfreigabe dauert es allerdings - und zwar bis 20. Dezember. Für den Plabutschtunnel soll es spätestens Mitte Oktober grünes Licht geben. Bis dahin wird es hier weiter Nachtsperren (19.45 bis 5 Uhr) geben, so von heute auf morgen oder von 17. bis 19. September.

Immer mehr Verkehr
Hauptgrund für die gefühlt täglichen Staus ist laut Asfinag übrigens vor allem das steigende Verkehrsaufkommen - so durchfuhren den Plabutschtunnel heuer im Juli knapp 52.000 Kraftfahrzeuge, 2004 waren es noch 23.000.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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