01.09.2019 13:11 |

Alkoholiker

Freundin in „Gosch’n gehaut“

Die Hölle auf Erden durchlebte eine Wienerin in ihrer Beziehung mit einem Alkoholiker. Der Mann aus dem Mittelburgenland soll die Frau blutig geschlagen, sie vergewaltigt und dann mit dem Tod bedroht haben. Erst Jahre später fand das Opfer die Kraft, den Peiniger anzuzeigen. Doch der wies vor Gericht alle Vorwürfe zurück.

Stundenlang soll der Angeklagte im Herbst 2010 in seiner Wohnung im Bezirk Oberpullendorf auf seine damalige Freundin eingeprügelt haben. Ihr einen Sack über den Kopf gezogen und sie in der Badewanne unter Wasser getaucht haben. Anschließend habe er sie eingesperrt und am nächsten Morgen „immer und immer wieder“ vergewaltigt, bis „ich in meinem eigenen Blut gelegen bin“, wie das Opfer in einer per Video erfolgten Vernehmung aussagte. Die Folgen: ein im Spital diagnostiziertes Schädel-Hirn-Trauma, ein gebrochenes Nasenbein und mehrere zertrümmerte Rippen sowie zahlreiche Prellungen. Auch psychisch ging es der Frau dermaßen schlecht, dass sie sich erst sieben Jahre später traute, ihren Peiniger anzuzeigen. Bekannte sich dieser zum Prozessauftakt in Eisenstadt im Frühjahr nicht schuldig, konnte die zweite Verhandlung gar nicht stattfinden, weil der Beschuldigte sturzbetrunken randalierend im Justizzentrum erschienen war.

„Heute bin ich nüchtern und voll da, Frau Rat“, erklärte der Burgenländer beim Beginn der mittlerweile dritten Verhandlung. Weiterhin bestritt er die meisten Vorwürfe, räumte jedoch ein, seiner früheren Partnerin „ein paar in die Gosch’n gehaut“ zu haben. „Frau Rat, ich habe hier ein Foto, das zeigt, wie sie mit mir nach der angeblichen Tat auf Urlaub war. Das hätte sie doch wohl kaum gemacht, wenn ich sie verprügelt und vergewaltigt hätte, oder?“, bemühte sich der Alkoholiker, den Schöffensenat von seiner Unschuld zu überzeugen - vertagt!

Kronen Zeitung

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