PSV, Sporting und Co.

LASK erfreut über Klubs mit Champions-League-Flair

Der LASK hat bei der Premiere in der Europa League eine Herkulesaufgabe vor sich. Die Linzer erhielten am Freitag bei der Auslosung in Monaco in der Gruppe D den portugiesischen Cupsieger Sporting Lissabon, den niederländischen Vizemeister PSV Eindhoven und den norwegischen Meister Rosenborg Trondheim als Gegner. Das erste Spiel steigt am 19. September.

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Der LASK hatte im Play-off gegen FC Brügge den Sprung in die Champions League verpasst, wurde aber in der Europa League in eine Gruppe gelost, die fast Königsklassen-Format hat. „Das ist eine schöne Gruppe mit namhaften Klubs mit Champions-League-Erfahrung. Ich erwarte hochwertige Spiele mit viel Intensität und hoffentlich viel Spannung. Wir sind in dieser Gruppe klarer Außenseiter“, stellte LASK-Trainer Valerien Ismael klar. Die Rollen sind für ihn klar verteilt. „Wenn alles normal läuft, sind Sporting und Eindhoven die zwei Aufstiegsfavoriten“, sagte Ismael. Nach den guten Leistungen in der CL-Quali gehen die Oberösterreicher aber auch mit Selbstvertrauen in die Partien. „Es kann immer Überraschungen geben. Wir wollen die schwarz-weißen Farben hochhalten und unangenehm für die Gegner sein. Wir haben wichtige Erfahrung in der Champions-League-Qualifikation gesammelt und wollen die in die Europa League mitnehmen. Wir gehen immer ans Limit, egal gegen wen - dann werden wir sehen, wie viele Punkte wir erreichen“, so der LASK-Trainer.

Sporting und Eindhoven sind klar über den LASK zu stellen. Sporting, 2005 und 2011 im Finale der Europa League, ist 18-facher Meister und aktueller Cupsieger in Portugal und hat laut transfermarkt.at einen Kader mit einem Marktwert von rund 180 Millionen Euro. Der Klub aus der Hauptstadt stand zuletzt aber im Schatten von FC Porto und Benfica Lissabon. Noch höher eingeschätzt wird PSV mit Spielern im Wert von gesamt 195 Millionen Euro. Der Meistercup-Sieger von 1988 lieferte in der vergangenen Saison Ajax Amsterdam einen Titelkampf und hatte letztlich nur um drei Punkte das Nachsehen. Eindhoven erzielte dabei 98 Tore, verlor im Sommer aber die beiden Topstürmer. Luuk de Jong (28 Tore) wechselte um kolportierte 12 Millionen Euro nach Sevilla, Hirving Lozano (18 Tore) ging für 38 Millionen Euro zu Napoli. Als Ersatz erhielt Trainer Mark van Bommel um 15 Millionen Euro Bruma von RB Leipzig. Auf das Wiedersehen mit Van Bommel, einst bei den Bayern Teamkollege von Ismael, freut sich der LASK-Trainer besonders.

PSV war bereits im August möglicher LASK-Gegner, die Niederländer verloren allerdings in der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League gegen den FC Basel, den die Linzer in der nächsten Runde ausschalteten. Im Europa-League-Play-off setzte sich Eindhoven aber gegen Austria-Bezwinger Apollon Limassol mit dem Gesamtscore von 7:0 klar durch. „Ein Vorteil bei Eindhoven ist, dass wir sie schon beim Basel-Spiel analysiert haben“, sage Ismael. Am ehesten in Reichweite wird wohl Rosenborg sein. Der norwegische Rekordmeister war zwar bereits elfmal in der Gruppenphase der Champions League, der bisher letzte Auftritt ist allerdings schon zwölf Jahre her. In der laufenden Ganzjahresmeisterschaft rangiert der Titelverteidiger mit neun Siegen aus 19 Spielen nur auf Rang vier.

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