06.05.2010 18:28 |

Rückrufaktion läuft

Listerien in Forellenfilets nachgewiesen

In einer bereits abgelaufenen Charge des Produkts "Forellen Filet geräuchert, ohne Haut" der Firma Eisvogel aus dem oberösterreichischen Bezirk Kirchdorf an der Krems sind Listerien nachgewiesen worden. Betroffen sind die Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 1. Mai bis 4. Mai 2010. Eine Rückholaktion wurde durch die betroffene Firma bereits eingeleitet.

Obwohl die Produkte nicht mehr zum Verkauf stehen, informierte die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit am Donnerstag in einer Aussendung vorsorglich, "da nicht ausgeschlossen werden kann, dass in Haushalten noch Produkte überlagert oder eingefroren vorrätig sind". Der betroffene Artikel ist bei Adeg und Interspar im Sortiment.

Auf keinen Fall verzehren
Die Höhe der Kontamination liegt mit 560 KBE/g (koloniebildende Einheiten) über dem für zulässigen Grenzwert (100 KBE/g am Ende der Haltbarkeitsdauer). Die AGES ersuchte die Verbraucher, das betroffene und als gesundheitsschädlich eingestufte Produkt keinesfalls zu verzehren, sondern umgehend zu entsorgen bzw. in der Verkaufsstelle zu reklamieren. Die amtliche Lebensmittelaufsicht der Länder überwacht die Rückholaktion und setzt gegebenenfalls weitere Maßnahmen.

Listerien-Skandal forderte vier Tote
Listerien können bei Menschen eine Infektionskrankheit verursachen, die Listeriose genannt wird. Erst Anfang des Jahres gab es einen Listerien-Skandal. In Quargel-Sorten eines steirischen Käse-Herstellers waren ebenfalls Listerien nachgewiesen worden. Zwölf Menschen waren in Österreich an genau dem Bakterien-Typus erkrankt, vier starben.

Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist ohne Krankheitszeichen bzw. als Durchfall. Im Allgemeinen schützt das menschliche Immunsystem ausreichend gegen schwere Krankheitsverläufe. Schwere Erkrankungen kommen meist nur bei immungeschwächten Menschen vor. Bei ihnen äußert sich eine Infektion in heftigen Kopfschmerzen, starkem Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Im schlimmsten Fall kann es zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündung oder einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen, die bei rund einem Viertel der Patienten tödlich enden.

Aufgrund ihrer für Bakterien ungewöhnlichen Fähigkeit zu Wachstum bei niedrigen Temperaturen können sich Listerien auch im Kühlschrank vermehren. Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch, Weichkäse, Räucherfisch oder rohes Fleisch und Geflügel können z. B. beim Melken und Schlachten, aber auch in der Weiterverarbeitung verunreinigt werden.

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