Das Trio hatte von einem späten Ausfall von Lewis Hamilton profitiert. Der McLaren-Star war zwei Runden vor Schluss an zweiter Stelle liegend wegen eines Reifenschadens ausgeschieden. Die WM schob sich damit noch einmal zusammen. Titelverteidiger Jenson Button führt nach Platz fünf mit 70 Punkten drei Zähler vor Alonso und zehn vor Vettel, der seinen RB6 mit schweren Bremsproblemen in der Schlussphase gerade noch ins Ziel gerettet hatte.
"Es war ein schreckliches Rennen. Für mich ist vieles falsch gelaufen", sagte Vettel, der immer wieder per Funk dazu angehalten worden war, langsamer zu fahren. Webber drehte unterdessen an der Spitze einsam seine Runden, fuhr den dritten Sieg seiner Karriere ein, den ersten in dieser Saison. "Es ist alles perfekt gelaufen, wir haben keinen Fehler gemacht. Das ist ein fantastisches Ergebnis", betonte der aus Pole Position gestartete Australier.
Ein Kurs für Start-Ziel-Siege
Der Spanien-Grand-Prix wurde damit bereits zum zehnten Mal in Folge aus der ersten Startposition gewonnen. Spektakuläre Manöver waren auf dem Circuit de Catalunya wieder einmal Mangelware, das Überholen beschränkte sich auf die Box. Hamilton ging nach einem verpatzten Reifenwechsel an Vettel vorbei, Schumacher an Button. Der 41-jährige Deutsche hielt sich den Rest des Rennens vor Button und Felipe Massa - war aber nur mit dem Ergebnis zufrieden.
"Vom Podest brauchen wir noch nicht zu reden. Unser Auto ist noch klar zurück", gestand Schumacher. Sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg kam nach völlig verpatztem Rennen nicht einmal über Platz 13 hinaus. Alonso dagegen strahlte vor 100.000 Zuschauern über Rang zwei. "Das ist ein großartiges Ergebnis", sagte Alonso. "Wir haben gesehen, dass wir vor allem auf Red Bull noch sehr viel aufholen müssen."
Vettel 15 Runden ohne Bremse unterwegs
An Vettel war Alonso nur wegen dessen Problemen vorbeigekommen. "15 Runden vor Schluss ist mir die Bremse links vorne flöten gegangen", erklärte der Deutsche, der mehrmals neben der Strecke war, zerknirscht. Webber hatte ihm bereits beim Start die Türe zugemacht. "Dort vorne zu bleiben, war entscheidend", meinte der Australier, der im Stallduell damit nach Siegen auf 1:1 stellte. In der WM-Wertung fehlen dem 33-Jährigen nur noch sieben Punkte auf seinen elf Jahre jüngeren Teamkollegen Vettel.
Ergebnis des Rennens
Rang | Name | Team | Rückstand | ||||
1 | Mark Webber | Red Bull | |||||
2 | Fernando Alonso | Ferrari | +24.0 s | ||||
3 | Sebastian Vettel | Red Bull | +51.3 s | ||||
4 | Michael Schumacher | Mercedes | +62.1 s | ||||
5 | Jenson Button | McLaren- | +63.7 s | ||||
6 | Felipe Massa | Ferrari | +65.7 s | ||||
7 | Adrian Sutil | Force India | +72.9 s | ||||
8 | Robert Kubica | Renault | +73.6 s | ||||
9 | Rubens Barrichello | Williams | +1 Runde | ||||
10 | Jaime Alguersuari | Toro Rosso | +1 Runde | ||||
11 | Vitaly Petrov | Renault | +1 Runde | ||||
12 | Kamui Kobayashi | Sauber | +1 Runde | ||||
13 | Nico Rosberg | Mercedes | +1 Runde | ||||
14 | Lewis Hamilton | McLaren | +2 Runden | ||||
15 | Vitantonio Liuzzi | Force India | +2 Runden | ||||
16 | Nico Hülkenberg | Williams | +2 Runden | ||||
17 | Jarno Trulli | Lotus | +3 Runden | ||||
18 | Timo Glock | Virgin | +3 Runden | ||||
19 | Lucas di Grassi | Virgin | +4 Runden | ||||
- | Sebastien Buemi | Toro Rosso | +24 Runden | ||||
- | Karun Chandhok | HRT | +39 Runden | ||||
- | Pedro de la Rosa | Sauber | +48 Runden | ||||
- | Bruno Senna | HRT | +66 Runden | ||||
- | Heikki Kovalainen | Lotus | +66 Runden |
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