Bullen-Power

Red-Bull-Festspiele in Spanien: Webber siegt, Vettel Dritter

Sport
09.05.2010 15:56
Red Bull hat zurückgeschlagen. Das österreichisch-englische Formel-1-Team hat sein überlegenes Auto am Sonntag in den zweiten Saisonsieg umgemünzt. Mark Webber entschied den Grand Prix von Spanien in souveräner Manier für sich. Dahinter folgten Lokalmatador Fernando Alonso im Ferrari, Red-Bull-Jungstar Sebastian Vettel und Rekordweltmeister Michael Schumacher, der das beste Ergebnis seit seinem Comeback herausfuhr.

Das Trio hatte von einem späten Ausfall von Lewis Hamilton profitiert. Der McLaren-Star war zwei Runden vor Schluss an zweiter Stelle liegend wegen eines Reifenschadens ausgeschieden. Die WM schob sich damit noch einmal zusammen. Titelverteidiger Jenson Button führt nach Platz fünf mit 70 Punkten drei Zähler vor Alonso und zehn vor Vettel, der seinen RB6 mit schweren Bremsproblemen in der Schlussphase gerade noch ins Ziel gerettet hatte.

"Es war ein schreckliches Rennen. Für mich ist vieles falsch gelaufen", sagte Vettel, der immer wieder per Funk dazu angehalten worden war, langsamer zu fahren. Webber drehte unterdessen an der Spitze einsam seine Runden, fuhr den dritten Sieg seiner Karriere ein, den ersten in dieser Saison. "Es ist alles perfekt gelaufen, wir haben keinen Fehler gemacht. Das ist ein fantastisches Ergebnis", betonte der aus Pole Position gestartete Australier.

Ein Kurs für Start-Ziel-Siege
Der Spanien-Grand-Prix wurde damit bereits zum zehnten Mal in Folge aus der ersten Startposition gewonnen. Spektakuläre Manöver waren auf dem Circuit de Catalunya wieder einmal Mangelware, das Überholen beschränkte sich auf die Box. Hamilton ging nach einem verpatzten Reifenwechsel an Vettel vorbei, Schumacher an Button. Der 41-jährige Deutsche hielt sich den Rest des Rennens vor Button und Felipe Massa - war aber nur mit dem Ergebnis zufrieden.

"Vom Podest brauchen wir noch nicht zu reden. Unser Auto ist noch klar zurück", gestand Schumacher. Sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg kam nach völlig verpatztem Rennen nicht einmal über Platz 13 hinaus. Alonso dagegen strahlte vor 100.000 Zuschauern über Rang zwei. "Das ist ein großartiges Ergebnis", sagte Alonso. "Wir haben gesehen, dass wir vor allem auf Red Bull noch sehr viel aufholen müssen."

Vettel 15 Runden ohne Bremse unterwegs
An Vettel war Alonso nur wegen dessen Problemen vorbeigekommen. "15 Runden vor Schluss ist mir die Bremse links vorne flöten gegangen", erklärte der Deutsche, der mehrmals neben der Strecke war, zerknirscht. Webber hatte ihm bereits beim Start die Türe zugemacht. "Dort vorne zu bleiben, war entscheidend", meinte der Australier, der im Stallduell damit nach Siegen auf 1:1 stellte. In der WM-Wertung fehlen dem 33-Jährigen nur noch sieben Punkte auf seinen elf Jahre jüngeren Teamkollegen Vettel.

Ergebnis des Rennens

Rang

Name

Team

Rückstand

1

Mark Webber

Red Bull

2

Fernando Alonso

Ferrari

+24.0 s

3

Sebastian Vettel

Red Bull

+51.3 s

4

Michael Schumacher

Mercedes 

+62.1 s

5

Jenson Button

McLaren-

+63.7 s

6

Felipe Massa

Ferrari

+65.7 s

7

Adrian Sutil

Force India

+72.9 s

8

Robert Kubica

Renault

+73.6 s

9

Rubens Barrichello

Williams

+1 Runde

10

Jaime Alguersuari

Toro Rosso

+1 Runde

11

Vitaly Petrov

Renault

+1 Runde

12

Kamui Kobayashi

Sauber

+1 Runde

13

Nico Rosberg

Mercedes 

+1 Runde

14

Lewis Hamilton

McLaren

+2 Runden

15

Vitantonio Liuzzi

Force India

+2 Runden

16

Nico Hülkenberg

Williams

+2 Runden

17

Jarno Trulli

Lotus

+3 Runden

18

Timo Glock

Virgin

+3 Runden

19

Lucas di Grassi

Virgin

+4 Runden

-

Sebastien Buemi

Toro Rosso

+24 Runden

-

Karun Chandhok

HRT

+39 Runden

-

Pedro de la Rosa

Sauber

+48 Runden

-

Bruno Senna

HRT

+66 Runden

-

Heikki Kovalainen

Lotus

+66 Runden

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