Jugend immer dicker

Armut fördert Speckpolster

Im Schatten des Datenschutzes werden Kinder immer dicker - auch in Niederösterreich. Handhabe für den Kampf gegen die Fettleibigkeit gibt es aber aufgrund verschiedenster Regelungen nur wenig. Selbst die Schulärzte dürfen den betroffenen Eltern nur gut gemeinte Ratschläge erteilen. „Völlig sinnlos“, heißt es.

„Der kleine Dicke ist nicht mehr süß, sondern er lebt gefährlich“, so das Fazit von Gesundheitsexperten. In den vergangenen 30 Jahren ist die Zahl der übergewichtigen Kinder weltweit um mehr als die Hälfte gestiegen, und jugendliche Fettleibigkeit hat damit bereits epidemische Ausmaße angenommen. Auch in der Ostregion haben ein Drittel der Buben und mehr als 29 Prozent der Mädchen in Volksschulen zu viel auf den Rippen. Genaue Zahlen gibt es aber aufgrund des Datenschutzes nicht. Für die Experten ist der Alarmschrei keine Überraschung, denn die Gründe für Übergewicht sind vielschichtig. „Ernährung, Selbstwertschätzung der Kinder und soziale Verhältnisse der Familie spielen eine große Rolle“, erklärt Matthias Foller von der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung. Zwar gibt es einige Organisationen, die sich mit diesem Problem beschäftigen, aber bei den Programmen herrsche Aufholbedarf, so Foller.

Selbst den Schulärzten sind großteils die Hände gebunden. Bildungsdirektor Johann Heuras: „Sie können adipöse Kinder nicht behandeln. Sie können lediglich Empfehlungen aussprechen.“ In den meisten Fällen bleibt der Ratschlag aber ungehört, heißt es.

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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