Lokalpolitiker aller Parteien, besorgte Mütter, Pensionisten, Arbeiter, NGOs, Ärzte der Region – sie alle haben lautstark und vehement gegen die Umrüstung des Kraftwerks von Braun- auf Steinkohle gekämpft, gingen für ihr Anliegen sogar auf die Straße. Ihre große Angst: Irreparable Langzeitschäden für Umwelt und Bewohner des ohnehin schon vom Feinstaub stark beeinträchtigten Bezirkes.
Probleme mit wasserrechtlicher Genehmigung
Für sie wurde der 5. Mai zu einem Feiertag: "Das Projekt ist in seiner derzeitigen Form nicht durchführbar", lieferte SPÖ-Landesrat Manfred Wegscheider am Mittwoch die Sensation. Die wasserrechtliche Genehmigung könne aller Voraussicht nach nicht erteilt werden (siehe Interview in der Infobox).
Bereits 40 Millionen Euro investiert
Dem Projektwerber, der übrigens von der "Krone" von der jüngsten Entwicklung erfuhr, bleiben nun also nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Firma A-Tec mit Mirko Kovats an der Spitze bläst die Sache ab oder man fängt wieder ganz von vorne an. Eine schwierige Entscheidung, wurden immerhin schon 40 Millionen Euro in das Vorhaben investiert.
In der Region sorgte die Nachricht jedenfalls für Jubel, auch Grünen-Landessprecher Werner Kogler war hoch erfreut: "Schön, dass die SPÖ nach dem massiven Druck der Grünen und der Bürgerinitiativen doch noch zur Einsicht gekommen ist!"
von Barbara Winkler und Jakob Traby, "Steirerkrone"
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