Hadert mit VAR

Pep: „Da hat sich Videoschiri wohl Kaffee geholt“

Fußball-Startrainer Pep Guardiola wirkte nach dem erneuten Ärger um den Videobeweis (VAR) ratlos, enttäuscht und fast ein bisschen resigniert. „Es ist hart, weil wir so spät ein Tor geschossen haben“, klagte der Meistercoach von Manchester City am Samstag nach dem 2:2 (2:1) im Heimspiel gegen Tottenham Hotspur, bei dem seinem Team wieder einmal der Videobeweis den Sieg verwehrt hatte. Teil seiner Rede hier im Video.

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„Wir müssen das akzeptieren“, sagte Guardiola zähneknirschend. Ob er die Entscheidung korrekt fand, den späten Treffer von Gabriel Jesus nicht zu geben, ließ er offen. „Fragen Sie die VAR-Leute, nicht mich.“ Erst in der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Gabriel Jesus für City das vermeintliche Siegtor erzielt und im Etihad-Stadion für ekstatischen Jubel gesorgt. Doch das 3:2 zählte nicht, denn Aymeric Laporte hatte den Ball vorher mit dem Arm berührt - eine korrekte Entscheidung.

Wenn es Hand war
„Jedes Tor das mit der Hand oder dem Arm erzielt oder vorbereitet wird, wird in dieser Saison aberkannt, selbst wenn es unabsichtlich war“, stellte die englische Fußball-Premier-League nach Abpfiff erneut klar. „Wenn es Hand war, war es Hand“, sagte Guardiola, für den es ein unangenehmes Deja-vu war. Im April waren die „Citizens“ im Viertelfinale der Champions League gegen Tottenham nach einer VAR-Posse ausgeschieden.

Ein Spurs-Tor von Fernando Llorente, bei dem er den Ball scheinbar mit der Hand berührte, bestand die VAR-Prüfung. Ein spätes Tor von Raheem Sterling, das das Weiterkommen für City bedeutet hätte, zählte wegen einer Abseitsposition nicht. „Wir könnten mehr Einheitlichkeit vertragen“, betonte Guardiola jetzt. „Wenn das Hand von Laporte war, warum war es dann letzte Saison nicht Hand bei Llorente?“

Obendrein vermisste Guardiola den Videobeweis, als er ihn gebraucht hätte: „Ich fand, wir hätten einen Elfer bekommen müssen, als Erik Lamela im Strafraum Rodrigo gefoult hat.“ Der Spanier stichelte: „Die VAR-Leute haben sich da wohl einen Kaffee geholt.“

Schon das Auftaktspiel des Titelverteidigers bei West Ham war vor einer Woche vom Videobeweis geprägt. Auch da zählte ein Tor von Gabriel Jesus nicht. Der Ärger hielt sich aber in Grenzen, weil der Meister das Spiel, in dem es auch zwei VAR-Entscheidungen zugunsten Citys gab, klar mit 5:0 gewann.

Immerhin konnte Guardiola dem Spiel am Samstag, in dem City durch Raheem Sterling (20.) und Sergio Agüero (35.) zweimal in Führung gegangen war, Lamela (23.) und der gerade eingewechselte Lucas Moura (56.) aber jeweils den Ausgleich erzielt hatten, trotzdem viel Gutes abgewinnen. „So wie wir gegen das zweitbeste Team in Europa gespielt haben, weiß ich nicht, ob man besser spielen kann“, schwärmte er nach dem Duell mit dem Champions-League-Finalisten. "Wir haben unglaublich gespielt, das beste Spiel, das wir in unserer Zeit zusammen gezeigt haben. Es war sowas von gut."

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