Konsumentenschützer:

Mit Gift gegen Gelsen ist keine gute Idee

Zugegeben, die Stechmücken, landläufig Gössen genannt, ziehen einem nachts rasch den Nerv. Wer mit Insektensteckern den lästigen Blutsaugern den Garaus machen will, tut sich selbst nichts Gutes, warnen die Konsumentenschützer: kein Produkt wird empfohlen. Ultraschallpiepser wirken hingegen gar nicht.

Wer kennt das nicht: Man sinkt ermattet ins Bett, schließt die müden Augen – und dann hört man es, dieses enervierende Surren. Brodelnd vor Hass dreht man sich in die Tuchent ein und hofft, die Nacht ohne Gössenstiche zu verbringen. Meist kauft man am nächsten Tag, mit Stichen übersät, einen Insektenstecker.

Kein einziger Insektenstecker ist empfehlenswert
Doch genau davon raten die Linzer Konsumentenschützer ab. Die Zeitschrift Öko-Test hat neun gängige Produkte überprüft – keine einziges kann empfohlen werden. Denn diese Mückenstecker erhitzen ein Insektengift, das verdampft und über die Raumlauft auch von uns Menschen eingeatmet wird. Laut Warnhinweisen soll man Kinder und Asthmatiker nicht diesen Substanzen aussetzen.

Forscher sagt ganz klar:„Finger weg!“
Insektenforscher Fritz Gusenleitner sagt: „Das sind lauter Pyrethum-Derivate. Angeblich wird der Wirkstoff aus der Kamille hergestellt, aber das stimmt nicht. Sie müssen nur das Kleingedruckte lesen. Eines ist klar. was Insekten schadet, schadet auch dem Menschen. Auf jeden Fall Finger weg!“

Doch was soll man dann tun?
Ultraschallpiepser sind laut Konsumentenschutz schlicht wirkungslos.

Hochspannungslichtfallen sind für alle tödlich
Effektiv, aber leider für alle Insekten tödlich sind die Hochspannungslichtfallen. Doch ausgerechnet die Stechmücken gehen selten in diese Todesfallen.

Umweltschonend und hilfreich gegen die Quälgeister sind Fliegengitter vor den Fenstern oder Moskitonetze über dem Bett. Auch Ventilatoren vertreiben die nächtlichen Peiniger.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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