14.08.2019 15:15 |

Berufung abgelehnt

Todesstrafe: US-Mörder soll erschossen werden

Der Mörder Ron Lafferty aus dem US-Bundesstaat Utah soll durch Erschießen hingerichtet werden. Am Montag wurde seine letzte Berufung abgelehnt. Damit dürfte der 78-Jährige der erste Todeskandidat in den USA seit zehn Jahren sein, der von einem Erschießungskommando („Firing Squad“) getötet wird.

Vor 35 Jahren schnitt Lafferty gemeinsam mit seinem Bruder Dan ihrer erst 15 Monate alten Nichte und ihrer 24-jährigen Schwägerin die Kehle durch. Angestiftet habe ihn Gott, sagte er gegenüber der Polizei. Ein Szenario, das allerdings wahrscheinlicher erscheint: Der selbst ernannte Prophet habe die beiden dafür bestrafen wollen, dass die Schwägerin die zunehmend fanatische Religiosität ihrer in Polygamie lebenden Familie ablehnte.

Hinrichtung soll nächstes Jahr vollstreckt werden
Jetzt rückt Lafferty seiner Hintrichtung durch Erschießen ein Stück näher: Die bereits fünfte Berufung seiner Anwälte wurde abgelehnt. Diese argumentierten damit, dass Lafferty eine Geisteskrankheit habe. Außerdem stehe das Todesurteil in keinem Verhältnis zum Urteil gegen seinen Bruder Dan: Dieser fasste „nur“ eine lebenslange Freiheitsstrafe aus. Andrew Peterson von der Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Hinrichtung Laffertys nächstes Jahr vollstreckt wird.

Lafferty hatte sich den Tod durch Erschießen bei seiner Verurteilung im Jahr 1985 selbst ausgesucht. Seit 2004 vollstreckt Utah seine Todesurteile durch die Giftspritze. Utah ist der einzige Bundesstaat, in dem nach wie vor Erschießungen durchgeführt werden. Die primäre Hinrichtungsmethode ist allerdings die Giftspritze.

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