Behörden kontrollieren

Güllegestank sorgt für Wirbel

Für helle Aufregung sorgte der Gestank eines Schweinemastbetriebes im Weinviertel. Per offenem Brief wurde sogar Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner um Hilfe ersucht. Die Bezirkshauptmannschaft von Mistelbach schritt daraufhin rasch ein und verordnete dem landwirtschaftlichen Unternehmen strenge Auflagen.

„Die Güllecontainer der Schweinemastanlage in Kleinschweinbarth sind seit Wochen überfüllt und schwappen direkt ins umliegende Erdreich über“, schlagen empörte Anrainer im Bezirk Mistelbach Alarm. Schon seit längerer Zeit soll es der betroffene Betrieb laut den Nachbarn nicht so genau mit der Entsorgung des anfallenden Schweinemists nehmen. Die Geruchsbelästigung im Ortsgebiet sei unerträglich, heißt es. Nach langwierigen Streitereien schritt aber nun doch sehr rasch die Bezirkshauptmannschaft ein. „Mitarbeiter der Gewässeraufsicht führten aufgrund von Anzeigen unangekündigte Kontrollen vor Ort durch. Die notwendigen Maßnahmen wurden angeordnet und umgesetzt, eine Gewässergefährdung konnte aber nicht festgestellt werden“, erklärt Bezirkshauptfrau-Stellvertreterin Maria Gruber.

Ob die strengen Auflagen nun aber auch fachgerecht umgesetzt werden, wird die Zukunft zeigen. „Eine neuerliche Kontrolle des ordnungsgemäßen Betriebes der Güllebehälter wird in Evidenz gehalten“, so die Behördenvertreter. Die Anrainer können also vorerst sprichwörtlich aufatmen. „Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Zustand lange anhält. Wir haben immer wieder schlechte Luft“, sagt eine betroffene Anrainerin.

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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