06.08.2019 17:01 |

Basketball-Titelkampf

Superliga 2019/20 ohne Fürstenfeld Panthers

Österreichs Basketballverband (ÖBV) hat am Dienstag das Teilnehmerfeld der neuen Superliga (BSL) bekannt gegeben. Unter den zehn Top-Klubs scheinen nicht die Fürstenfeld Panthers, dafür aber der SKN St. Pölten auf. Die weiteren neun Vereine - Kapfenberg, Gmunden, Oberwart, Klosterneuburg, Wels, Traiskirchen, BC Vienna, Vienna Timberwolves und Graz - sind dieselben wie in der abgelaufenen Saison.

„Nach gründlichster Durchsicht aller relevanten Parameter kam das Präsidium zu dem Entschluss, dass die Fürstenfelder Bewerbung nur als elftbeste zu bewerten war“, hieß es in der Verbandsaussendung. „Sie war gut, es hat aber im Vergleich zu den anderen Vereinen nicht ganz gereicht“, erklärte ÖBV-Präsident Gerald Martens. „Wir glauben aber fest daran, dass die wirtschaftliche und strukturelle Gesundung des Traditionsstandorts Fürstenfeld in der Zweiten Liga möglich ist. Bei optimalem Verlauf haben die Panthers bereits im April 2020 die Chance, um den Wiederaufstieg in die BSL zu spielen.“ Fürstenfeld-Obmann Pit Stahl, dessen Klub zuletzt wie die Timberwolves wegen finanzieller Schwierigkeiten Lizenzierungsprobleme hatte, war entsetzt über die Entscheidung. „Man fühlt sich komplett vor den Kopf gestoßen“, betonte der 55-jährige Deutsche. Sein Klub habe sämtliche Auflagen „zu 100 Prozent erfüllt. Deshalb kann ich diese Entscheidung im Moment in keinster Weise nachvollziehen.“

Auch ein von Verbandspräsident Martens unterschriebener Brief an die Fürstenfelder, in dem die entscheidenden Punkte für die Ablehnung angeführt werden, ändert daran nichts. Laut dem Schreiben hätten die Panthers jedenfalls „das geringste Budget aller Vereine, die um eine Spielgenehmigung angesucht haben“. Dazu komme „die kontinuierliche Negativentwicklung im sportlichen Bereich“ des Meisters von 2008. Diese ziehe „sich von der Bundesliga bis in den Nachwuchs, der in der Vergangenheit quasi nicht vorhanden war.“ Auch die fehlende Auslastung der Fürstenfelder Stadthalle wurde kritisiert. „Hier bedarf es einer langfristigen positiven sportlichen Entwicklung, diese Auslastung herzustellen, die durch negative sportliche Ergebnisse nicht befruchtet wird“, betonte Martens, der jedoch die Wahl des „neuen Vorstands mit basketballerischem Know-How“ begrüßte. Diesem sollen nun „klare Organisationsstrukturen folgen“. Denn: „Ein Plan, wie sich der Verein strukturell und wirtschaftlich unter dem enormen sportlichen Leistungsdruck entwickeln soll, liegt leider auch noch nicht vor.“

Über die weitere Vorgangsweise konnte Stahl, der erst seit Mai im Amt ist, vorerst nichts sagen, da man gegen den am Montagabend gefassten Präsidiumsbeschluss beim ÖBV keinen Einspruch einlegen kann. Fürstenfeld hat nun lediglich fünf Tage Zeit, um eine Entscheidung bezüglich einer Teilnahme an der Zweiten Liga zu treffen. Die BSL-Saison startet am 28. September, die Zweite Liga eine Woche früher.

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