05.08.2019 08:00 |

WK und AK Tirol einig

Sozialpartner gegen höhere Steuern auf Diesel

Die Präsidenten der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer Tirol sprechen sich in seltener Einigkeit gegen höhere Steuern auf Diesel aus. LH Günther Platter hatte beim Transit-Gipfel in Berlin Zustimmung zu dieser Maßnahme signalisiert. 

„Untauglich zur Eindämmung des Transitverkehrs“, lautet das Urteil von Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl und Wirtschaftskammer-Chef Christoph Walser zur vorgeschlagenen Steuererhöhung auf Diesel. LH Günther Platter hatte beim Transit-Gipfel Ende Juli in Berlin signalisiert, für die Durchsetzung der Korridormaut könne man Abstriche bei günstigen Dieselpreisen machen.

„Frächter wälzen Kosten auf Kunden ab“
„Damit wird kein einziger Transit-Lkw weniger durch Tirol fahren und auch unsere heimischen Unternehmen werden, so weit wie möglich, die 8,5 Cent Preissteigerung pro Liter Diesel eins zu eins an die Endkonsumenten weiter geben“, ist Christoph Walser - selbst Transportunternehmer - überzeugt. Die Wirtschaftskammer hat errechnet, dass eine Verteuerung des Dieseltreibstoffes die Tiroler Bevölkerung insgesamt 46 Millionen Euro kosten werde. Walser: „Die Mehrkosten für ausländische Fahrzeuge lägen bei vergleichsweise geringen 26 Millionen Euro.“

„Viele Familien können sich das nicht leisten“
Zangerl verweist auf die soziale Ungerechtigkeit der Maßnahme: „Alle Studien belegen, dass vor allem die schwächeren Einkommensschichten von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen überdurchschnittlich stark betroffen sind. Alternative Antriebsarten bei Fahrzeugen, ebenso wie energiesparende Maßnahmen, können sich viele Familien einfach nicht leisten.“ Daher könne eine Verteuerung des Diesels nur in Kombination mit Entlastungen auf anderen Ebenen angedacht werden.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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