22.07.2019 06:35 |

Rassismus-Skandal

Trump zu Demokratinnen: „Lieben unser Land nicht“

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Rassismus-Skandal noch einmal nachgelegt. „Ich glaube nicht, dass die vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben“, twitterte der Republikaner am Sonntag. Mit dieser Aussage fing sich der Staatschef erneut Kritik ein.

„Sie sollten sich bei Amerika (und Israel) für die schrecklichen (hasserfüllten) Dinge entschuldigen, die sie gesagt haben“, forderte der Präsident. Für den demokratischen Abgeordnete Elijah Cummings lässt dieser Angriff „keinen Zweifel“ daran, dass Trump ein Rassist sei. „Das sind Menschen und Frauen, die ihr Land lieben“, verteidigte Cummings im Sender ABC seine Kolleginnen. US-Senator Cory Booker, der für die Demokraten die Nominierung als Präsidentschaftskandidat anstrebt, sagte bei CNN, dass Trump „schlimmer als ein Rassist“ sei.

Drei der Abgeordneten sind in den USA geboren
Der Präsident hatte Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib, Ilhan Omar und Ayanna Pressley vor wenigen Tagen aufgefordert, sie sollten „dahin zurückgehen, wo sie hergekommen sind, und helfen, diese total kaputten und kriminalitätsverseuchten Orte wieder in Ordnung zu bringen“. Alle vier Abgeordneten sind US-Bürgerinnen, drei von ihnen wurden in den Vereinigten Staaten geboren.

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte diese Verbalattacken scharf kritisiert. „Ich distanziere mich davon entschieden“, sagte sie. Sie fühle sich solidarisch mit den betroffenen Frauen. Die Stärke Amerikas sei gerade das Zusammenleben ganz unterschiedlicher Menschen.

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