Stadtchefin sauer:

„Die ÖBB sind einfach über uns drübergefahren“

Der Leondinger SP-Stadtchefin Sabine Naderer-Jelinek reicht es! Sie macht nun unter dem Motto „Steht auf!“ die Bevölkerung gegen die ÖBB mobil. Die Weststrecke soll nun doch ohne eine Einhausung ausgebaut werden. Obwohl Leonding fürs Projekt schon 30 Millionen Euro zur Seite gelegt hat.

„Krone“: Sie gehen mit den ÖBB auf Konfrontation, warum?
Sabine Naderer-Jelinek: Weil das Sprichwort ,da fährt die Eisenbahn drüber’ sich bewahrheitet hat. Unsere Forderung nach einer Einhausung wurde oft als Liebhaberei abgestempelt und so ziemlich alles, was von uns kommt, wird ignoriert. Jetzt nehmen die ÖBB sogar ein Rechtsurteil vorweg und fangen mit dem Ausbau der Weststrecke von Linz nach Wels an.

„Krone“: Das ist bei so großen Projekten nicht unüblich?
Naderer-Jelinek: Die Verhandlung über unsere Einwände zur Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt findet am Bundesverwaltungsgericht aber Ende Juli statt. Womöglich wissen die ÖBB schon mehr. Sie wollen offensichtlich mit allen Mitteln ihr Ding durchziehen.

„Krone“: Was sind Ihre Einwände?
Naderer-Jelinek: Wir wollen eine Einhausung und Tieferlegung auf einer Länge von 500 und 300 Metern vor und nach dem Bahnhof. Dieser muss schließlich aus Sicherheitsgründen frei bleiben.

„Krone“: Spießt es sich an der Finanzierung – oder gibt es andere Gründe für das „Nein“?
Naderer-Jelinek: Das Projekt wurde schon verkleinert und die Kosten von 90 auf zuletzt 45 bis 60 Millionen Euro gesenkt. In Leonding gibt es einen Gemeinderatsbeschluss für eine Drittelfinanzierung. 30 Millionen Euro sind im Budget bereits eingeplant. Auch das Land ist bereit, ein Drittel zu zahlen. Mit dem Bund waren die Gespräche auf einem guten Weg, es gab sogar ein Agreement zur Einhausung. Es fehlte nur die Unterschrift.

Mario Zeko
Mario Zeko

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