Leidenschaft war der Ausgangspunkt: Vor fünf Jahren sperrte das Schütz Art Museum in Engelhartszell, Oberösterreich, seine Türen auf. „Wir profitieren von der Donau“, verrät Hausherr Josef Schütz, der keinen einzigen Öffnungstag bereut. Im Gegenteil: „Heuer im Herbst werden wir den 100.000 Besucher begrüßen!“
Die Welt der gemalten Bilder hat viel Platz im Leben von Josef und Irene Schütz. Das Ehepaar teilt seit Jahrzehnten eine Sammelleidenschaft, was schließlich zur Gründung eines Privatmuseums in Engelhartszell führte.
„Wir wollten raus aus dem Elfenbeinturm“, sagt Josef Schütz beim „Krone“-Lokalaugenschein. „Wir wollen Kunst erlebbar und begreifbar machen.“
Ein Museum nah an der Donau
Darum gründeten sie im Jahr 2021 das Schütz Art Museum – eine moderne Architektur nah an der Donau. Der Grundstock ist die hauseigene Sammlung – Werke der Klassischen Moderne, auch große Namen wie Klimt, Schiele, Kokoschka und viele weitere österreichische sowie internationale Kunst.
Die Gegenwart hat Platz
„Wir haben auch immer Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt zu Gast, sie zeigen Werke und arbeiten auch hier“, sagt Schütz. Aktuell sind zwei Ausstellungen zu sehen: Klassische Moderne trifft auf Werke aus Afrika und China. Und im ersten Stock gibt es die farbenprächtigen Gemälde der Brüder Hugh Hatitye und Lionel Tazvitya Mbayiwa, die aus Simbabwe stammen.
Die Museumsgründung liegt heuer fünf Jahre zurück: „Ich habe keinen einzigen Tag bereut“, sagt Schütz. Im Vorjahr wurde das Museum von 26.400 Gästen besucht: „Die Tourismusschiffe legen bei uns an, das bringt uns mehr als 1500 Gäste. Insgesamt kommt der Großteil der Besucher aus Bayern, rund ein Drittel aus Österreich.“

Keine Förderung, sparsames Wirtschaften
Im Herbst wird Schütz den 100.000 Besucher im Haus begrüßen. „Wir bekommen keine Förderung, finanzieren 80 % der Kosten durch die Eintritte – und wir machen viel selbst“, lässt er hinter die Kulissen blicken. Außerdem: Das Schütz Art Museum ist ein Zero-Energy-Gebäude, weil es durch die Kombination nachhaltiger Technologien (Wärmepumpen + Solarenergie) so effizient betrieben wird, dass es seinen Energiebedarf selbst erzeugt.
Sammlung und Leihgaben
Josef Schütz, der auch noch einen Kunsthandel betreibt, hat außerdem ein riesiges Netzwerk: „Bei Ausstellungen im Schütz Art Museum zeigen wir immer auch Werke von privaten Leihgebern, die sonst nie öffentlich zu sehen sind, die Leute – die Leihgeber und die Besucher – schätzen das sehr!“