In Wankham (Bezirk Vöcklabruck) erfolgte der Spatenstich für ein neues Ager-Kraftwerk. Um eine trockene Baustelle zu haben, musste der Fluss sogar verlegt werden, zwei kleiner Kraftwerke wurden abgerissen. Insgesamt investiert die KWG 20 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist im April 2027 geplant.
Aus zwei mach eins! So lautet die Devise des Schwanenstädter Energieversorgers KWG in Wankham. Statt zwei kleiner Stromerzeuger beim Wankhamer Wehr wird bis April 2027 um 20 Millionen Euro ein großes Kraftwerk mitten in den Fluss gesetzt. Die zwei neuen Kaplanturbinen werden jedes Jahr rund 10,8 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, das entspricht dem jährlichen Bedarf von 3000 Haushalten.
„Gerade in Anbetracht der geopolitischen Lage ist die Stromproduktion vor Ort wichtiger denn je. Wir brauchen keine Pipelines oder Schiffsrouten, damit wir unsere Kunden mit sauberer Energie versorgen können“, erklärt KWG-Boss Peter J. Zehetner.
Durch das Projekt verbessern wir auch den Hochwasserschutz, da im Flussbett der Ager mehr Wasser Platz finden wird.
Peter J. Zehetner, KWG-Geschäftsführer
Die ersten Pläne für das Kraftwerk stammen aus den 1980er-Jahren. „Es hätte viel größer werden sollen. Weil wir das Wasser nicht so weit rückstauen dürfen, wurde der Plan nicht weiterverfolgt. Vor 15 Jahren hätte sich das Projekt bei einem Strompreis von zwei Cent nicht rentiert“, sieht Zehetner gemeinsam mit KWG-Obmann Michael Stiefmüller nun die Zeit reif für das siebente Kraftwerk des Unternehmens. „Gegenüber einer PV-Anlage liefert ein Kraftwerk rund um die Uhr und auch im Winter Strom“, so Stiefmüller.
Insgesamt werden die Kraftwerke des Unternehmens rund 35 Millionen Kilowatt Strom erzeugen, dazu kommen acht Millionen Kilowatt aus den 60 PV-Anlagen der Genossenschaft. Der Stromverbrauch der 6500 Kunden liegt bei 60 Millionen Kilowatt. „Selbstverständlich ist unser Ziel, so viel Strom zu erzeugen, wie wir benötigen“, schließt Zehetner einen weiteren Kraftwerksbau nicht aus.
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