18.07.2019 09:46 |

TV-Doku präsentiert

Thiem: Das ist der Fahrplan bis zu den US Open

In einem der Prunkräume der Albertina in Wien, dem spanischen Appartement, gab Dominic Thiem am Tag der Vor-Premiere seiner großen Dokumentation einem kleinen Medienkreis Audienz. Der 25-jährige Tennis-Star, der später begeistert die 52-minütige Doku „Der Thiem-Spirit“ im Filmmuseum verfolgte, äußerte sich u.a. über das spannende Wimbledon-Finale und gab einen Ausblick auf den Saison-Rest.

Der Fünfsatz-Erfolg von Novak Djokovic über Roger Federer in Wimbledon nach 4:57 Stunden und mit 13:12 im Schluss-Satz hat Thiem vor allem vom Spannungslevel her gefallen. „Ich habe nicht das ganze Match gesehen, ich habe das ganze Halbfinale Federer - Nadal gesehen. Eigentlich hat mir dieses Match vom Niveau her besser gefallen, aber das Finale war unglaublich spannend“, erklärte Thiem, der auch den teilweise kritisierten Tiebreak bei 12:12 „eigentlich cool“ gefunden hat. „Das Match hat keinen Verlierer verdient gehabt.“

Sein eigener Auftritt hatte ja enttäuschend schon in Runde eins bei schwerer Auslosung gegen den Aufschlag-Riesen Sam Querrey (USA) geendet. „Bis zu dieser Situation im dritten Satz war es echt in Ordnung. Ich habe dann kurz völlig die Konzentration verloren, dann war das Match weg“, erinnerte sich der Lichtenwörther. „Die Auslosung danach war schon gut, Querrey hat die super ausgenutzt. Es war diese eine richtig harte erste Runde und danach wäre es echt eine ganz passable Auslosung gewesen, aber ich kann nichts mehr dran ändern.“

Dass ihm Rasenpraxis vor Wimbledon gefehlt hat, wollte er auch mit einigem Abstand nicht gelten lassen. „Nein, ich würde es im nächsten Jahr wieder so machen. Djokovic, Nadal haben auch keine einzige Partie davor gespielt. Rasen ist auch eine große Erfahrungssache, wie man es nach Paris angeht.“ Im Hinblick auf das restliche Jahr, so Thiem, wäre es nicht gescheit gewesen, wenn er ein oder zwei Vorbereitungsturniere eingestreut hätte.

Die nächste Turnierphase beginnt am Samstag mit dem Abflug zum ATP-500-Turnier nach Hamburg, danach spielt Thiem sein Heimturnier in Kitzbühel. Zwei Sandturniere, ehe es in den nicht minder anstrengenden Hartplatz-Swing geht. „Ich fühle mich echt gut, ich freue mich auf die ganzen Turniere. Ich denke, dass ein paar sehr guten Leistungen nichts im Wege steht bis New York.“

Unmittelbar nach Kitzbühel, wo er die Jagd nach seinem ersten Heim-Turniertitel wieder aufnimmt, steht das Masters-1000-Turnier in Montreal auf dem Programm. Da will er endlich sein erstes Match gewinnen. „Dort habe ich noch nie eine Partie gewonnen, was ein Wahnsinn ist eigentlich.“ Und natürlich stehen auch die US Open bei Thiem hoch im Kurs. In New York hatte er im Vorjahr seine bisher wohl beste Partie überhaupt im Viertelfinale im fünften Satz gegen Nadal verloren. „Eines von meinen absoluten Lieblingsturnieren, dort will ich wieder richtig gut performen.“

Für den Rest der Saison ist er vorsichtig zuversichtlich. „Man kann nie wissen, was passiert. Vor zwei Jahren ist aus einer vielversprechenden zweiten Saisonhälfte eine ‘Drecks-Saisonhälfte geworden“. Neu im Herbst-Turnierplan ist übrigens Peking, seinen Titel in St. Petersburg wird er wegen des gleichzeitigen Laver Cups in Genf nicht verteidigen.

Nach Wimbledon hat Thiem eine Woche lang mit Vater Wolfgang trainiert, seit vergangenen Samstag ist Coach Nicolas Massu in der Südstadt. Aktuell stehen die Zeichen gut, dass der Trainer auch 2020 weiter an Thiems Seite stehen wird.

krone Sport
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